Obwohl er nie sehr umstritten war, nahm
Tim Merlier die Kommentare รผber seine Unfรคhigkeit, spรคt bei Grand Tours oder schwierigen Rennen zu gewinnen, persรถnlich. Der Belgier ist ein hervorragender Sprinter, der bei den Rennen, an denen er teilnimmt, hรคufig schon frรผh gewinnt, und so war es fรผr ihn besonders wichtig, in der letzten Woche des Giro d'Italia 2024 am vergangenen Donnerstag zu gewinnen.
Patrick Lefevere, Manager von
Soudal - Quick-Step, hat seine Meinung zu diesem Thema mitgeteilt:
"Tim Merlier hat mit der nichtssagenden Kritik aufgerรคumt, dass er nur in der ersten Woche einer Grand Tour Sprints gewinnen kann", sagte Lefevere in einer Kolumne fรผr Het Nieuwsblad. "Auf diese Idee kamen nur ein paar mรผrrische Tastenhelden, aber es ist schรถn, dass sie auch ihr letztes Argument verloren haben, um sich abfรคllig รผber ihn zu รคuรern." Merlier hatte das Gefรผhl, dass er etwas zu beweisen hatte, und das gelang ihm auf der 18. Etappe, als er Jonathan Milan im vorletzten Massensprint des Giro direkt besiegte. Nach seinem ersten Sieg auf der 3. Etappe erreicht Merlier ein Ziel, das ihm sehr wichtig war.
Merlier ist ein Spezialist fรผr Eintagesrennen und Flachsprints. Er verfรผgt รผber Erfahrung bei den Kopfstein-Klassikern, ist aber eher ein traditioneller reiner Sprinter. Er ist ein Fahrer, der kรคmpft, aber vor allem in der Vergangenheit mit den Anstiegen zu kรคmpfen hatte, so dass seine groรen Fรคhigkeiten, die Besten der Welt in den Sprints zu schlagen, normalerweise frรผh bei den Etappenrennen zum Tragen kommen. Er hat sich auch den Ruf erworben, bei den meisten Rennen, an denen er teilnimmt, den ersten Massensprint zu gewinnen.
Soudal - Quick-Step konnte mit
Julian Alaphilippe bereits eine Etappe gewinnen und freute sich รผber den zweiten Sieg beim Giro: "Tim ist groรartig: ein toller Typ, der fast nie einen Termin verpasst. Nichts fรผr ungut, aber bei Sprintern geht es meistens um mich, mich und mich. Tim ist anders."