Wout Van Aert erlebte einen alles andere als idealen Start ins neue Jahr. Doch mit noch einem Monat bis zur Flandern-Rundfahrt rückt der Fokus klar nach vorn. Für den Profi von Team Visma - Lease a Bike bietet sich bei Le Samyn an diesem Dienstag die nächste Chance, endlich Rhythmus aufzunehmen und in die Spur zu finden.
An diesem Montag jährt sich sein Sturz beim Exact Cross Mol zum zweiten Monat. Damals lieferte er sich ein Duell mit Mathieu van der Poel, rutschte auf einer Eisplatte weg und brach sich den Knöchel. Für den langfristigen Trainingsplan bedeutete das keinen Totalschaden. Dennoch verlor er wertvolle Wochen mit intensiven Einheiten und wichtige Rennkilometer. Zudem konnte er mehrere Wochen nicht normal gehen, was auch den Alltag erheblich erschwerte.
Rückschläge im Winter - Neustart im Frühjahr
Im Anschluss reiste Van Aert mit dem Team für drei Wochen ins Höhentrainingslager in die Sierra Nevada. Doch selbst dort lief nicht alles nach Plan. Ein Schneesturm verhinderte an mehreren Tagen das Training im Freien, da eine außergewöhnliche Serie von Stürmen und Tiefdruckgebieten weite Teile Westeuropas lahmlegte.
Kaum zurück aus der Höhe, folgte der nächste Dämpfer: Van Aert erkrankte und musste Omloop Het Nieuwsblad auslassen. Dort wollte er seine Form testen und sich im Kreis der Favoriten präsentieren. Stattdessen gewann sein Team Kuurne - Bruxelles - Kuurne durch Mattew Brennan und reist nun mit Rückenwind zu Le Samyn.
Die Organisatoren bestätigten Van Aert offiziell für den Start und beendeten damit die Spekulationen um seinen Gesundheitszustand. Gemeinsam mit Christophe Laporte bildet er beim belgischen Semi-Klassiker ein Duo, das als Maßstab gelten dürfte. Am Wochenende steht Strade Bianche auf dem Programm. Danach folgt ein dicht gedrängter Rennkalender mit Blick auf die Monumente - Rennen, in denen Van Aert in diesem Frühjahr unbedingt wieder ganz oben stehen will.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.