OFFIZIELL: Visma bestätigt Aufgebot für Paris–Roubaix, während sich Wout van Aerts beeinträchtigter Anlauf auf den Pflaster-Triumph abzeichnet

Radsport
Donnerstag, 09 April 2026 um 18:30
Van Aert
Team Visma | Lease a Bike hat seine Aufstellung für Paris-Roubaix 2026 bestätigt, mit Wout van Aert als Kapitän für die Hölle des Nordens am Sonntag.
An der Seite des Belgiers fahren Christophe Laporte, Edoardo Affini, Matthew Brennan, Pietro Mattio, Per Strand Hagenes und Owain Doull.
Für Van Aert ist es eine weitere Chance auf einen der größten noch fehlenden Karrieresiege. Doch der diesjährige Aufbau war so sehr von Störungen geprägt wie von Vorbereitung.

Ein Roubaix-Plan in letzter Minute durchkreuzt

Paris-Roubaix ist ein Rennen, in dem marginale Vorteile oft den Ausschlag geben. Über mehr als 50 Kilometer Kopfsteinpflaster können Materialentscheidungen ebenso entscheidend sein wie die pure Stärke. Genau deshalb wiegt die späte UCI-Entscheidung, Vismas Reifendrucksystem zu verbieten, so schwer.
Das System war darauf ausgelegt, sich den ständig wechselnden Anforderungen von Roubaix anzupassen und erlaubte den Fahrern, den Druck zwischen glatteren Straßen und den brutalen Pavé-Sektoren zu steuern.
Die Streichung nur wenige Tage vor dem Start erzwingt eine Umstellung in letzter Minute – in einem Rennen, in dem Vorbereitung alles ist. Für Van Aert, der in einer von Mathieu van der Poel dominierten Ära seinen ersten Roubaix-Sieg jagt, lässt sich diese Verschiebung nicht ignorieren.

Ein Team für Kontrolle und Breite

Auch ohne dieses Werkzeug reist Visma mit einer Aufstellung an, die auf Tiefe und Flexibilität baut. Laporte zählt zu den verlässlichsten Klassikerspezialisten im Peloton, während Affini die nötige Power für die langen, offenen Sektoren mitbringt, die Roubaix prägen. Hagenes entwickelt sich weiter zum Pflasterfahrer, und Brennan liefert eine weitere Option in einem Rennen, in dem zahlenmäßige Präsenz oft entscheidet.
Mattio und Doull verstärken die Formation zusätzlich und bieten Rückhalt in einem Rennen, das selten einem vorhersehbaren Drehbuch folgt.
Roubaix lässt sich nicht von einem Einzelnen kontrollieren. Oft prägt das Rennen die Mannschaft, die mehrere Fahrer zur richtigen Zeit am richtigen Ort platzieren kann.

Van Aert gegen die prägende Rivalität

Die Herausforderung bleibt jedoch dieselbe. Van der Poel kehrt als dreifacher Titelverteidiger zurück und jagt den vierten Sieg in Serie auf Terrain, das ihn konstant belohnt. Pogacar kommt nach zwei Monument-Siegen in Folge und einem Beinahe-Triumph bei seinem Roubaix-Debüt im Vorjahr.
Für Van Aert heißt das, nicht nur das Rennen selbst zu lesen, sondern auch die stärksten Rivalen seiner Generation zu meistern.

Eine gestörte Chance auf Roubaix-Ruhm

Für Van Aert ist die Gleichung an diesem Sonntag etwas anders als bei früheren Anläufen. Die Teamstärke bleibt. Der Anspruch ist unverändert. Doch eines der Werkzeuge, das die einzigartigen Anforderungen von Roubaix abfedern sollte, wurde in letzter Minute entzogen.
In einem Rennen, in dem Details so viel zählen wie rohe Kraft, fügt diese Verschiebung einem ohnehin fein austarierten Duell eine weitere Ebene hinzu.
Und für einen Fahrer, der noch immer seinen ersten Sieg auf dem Pflaster von Roubaix anstrebt, ist es eine zusätzliche Variable, die es zu überwinden gilt.

Team Visma | Lease a Bike für Paris-Roubaix 2026

Fahrer
Wout van Aert
Christophe Laporte
Edoardo Affini
Matthew Brennan
Pietro Mattio
Per Strand Hagenes
Owain Doull
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