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Pauline Ferrand-Prevot bleibt der Rennzähler in dieser Saison bei 20 stehen. Die Titelverteidigerin der Tour de France Femmes 2025 hat ihre Saison vorzeitig beendet, nachdem sie die Rundfahrt bereits zwei Tage vor dem Finale verlassen hatte. Ihre Leistungen im Verlauf der Tour waren deutlich hinter den hohen Erwartungen der Französin zurückgeblieben.
Nach sorgfältiger Abwägung verständigte sich Ferrand-Prevot mit
Visma - Lease a Bike darauf, einen Schlussstrich unter das Rennjahr zu ziehen und den Fokus stattdessen auf die Saison 2027 zu richten. „Pauline Ferrand-Prevot wird in dieser Saison nicht mehr starten. In Absprache mit dem Team wurde entschieden, dass Pauline sich den restlichen Saisonverlauf Zeit für Ruhe und Regeneration nimmt. Wir wünschen Pauline für die kommenden Wochen alles Gute und freuen uns darauf, sie in der nächsten Saison wieder im Teamrennen zu sehen“,
teilte Visma - Lease a Bike mit.
Ernüchterung am Mont Ventoux
Dabei war Ferrand-Prevot vielversprechend in das Jahr gestartet. Bei der Tour of Flanders fuhr sie auf den zweiten Platz, bei Paris-Roubaix wurde sie Dritte. Im weiteren Verlauf des Frühjahrs konnte sie an diese Resultate zwar nicht mehr anknüpfen, doch zu diesem Zeitpunkt deutete noch wenig darauf hin, dass die Pflasterklassiker bereits die sportlichen Höhepunkte der Saison für die 34-Jährige gewesen sein würden.
Auch der enttäuschende 35. Gesamtrang bei der Volta a Catalunya im Mai lieferte noch keinen Anlass, Ferrand-Prevots Chancen für die Tour de France Femmes abzuschreiben. Es gab gute Gründe für die Annahme, dass die Französin drei Monate später in Topform zur Titelverteidigung antreten würde.
Doch spätestens im Einzelzeitfahren der vierten Etappe wurden erstmals deutliche Schwächen sichtbar. Ferrand-Prevot konnte nicht an das Niveau anknüpfen, das sie bei ihrem Toursieg 2025 ausgezeichnet hatte – und auch im weiteren Verlauf der Rundfahrt stellte sich keine Besserung ein.
Am Mont Ventoux bot sich der Kapitänin von Visma - Lease a Bike schließlich die letzte Gelegenheit, das Blatt noch einmal zu wenden. Doch Ferrand-Prevot verlor mehr als zehn Minuten auf Kasia Niewiadoma und musste damit endgültig alle Hoffnungen auf ihren zweiten Gesamtsieg bei der Tour begraben. Einen Tag später trat sie nicht mehr zum Start an.
Trainer vermutet Übertraining: „Zu weit gepusht“
Da weder eine offensichtliche Verletzung noch eine Erkrankung als Erklärung vorlag, drängte sich eine Frage auf: Was war in der Vorbereitung der früheren Weltmeisterin im Mountainbike und auf der Straße schiefgelaufen? Auch in ihrem Umfeld wurde nach den Ursachen für den unerwarteten Einbruch gesucht. Ihr Trainer kam schließlich zu dem Schluss, dass Ferrand-Prevot ihren Körper in der Vorbereitung möglicherweise zu stark belastet und schlicht übertrainiert hatte. Mit ausreichend Ruhe und Regeneration besteht nun die Hoffnung, dass die Französin 2027 ein neues Kapitel aufschlagen kann.