„Noch wichtiger für die Tour de France“ – Cian Uijtdebroeks zuversichtlich, weil Movistar das MZF der Tour Auvergne-Rhône-Alpes als Juli-Test nutzt

Radsport
Dienstag, 09 Juni 2026 um 19:20
Cian Uijtdebroeks
Cian Uijtdebroeks verließ das Mannschaftszeitfahren der Tour Auvergne-Rhône-Alpes mit mehr als nur einem brauchbaren Ergebnis für das Movistar Team. Für den Belgier war die 3. Etappe zugleich eine wertvolle Generalprobe für die Disziplin, die das Auftaktwochenende der Tour de France prägen wird.
Movistar belegte im 28,4-Kilometer-Test rund um Perreux Rang sieben und hielt Uijtdebroeks nach der ersten direkten Zeitfahrprüfung der Woche in Reichweite mehrerer Gesamtwertungskonkurrenten. Es war keine Fahrt, die das Rennen so von oben aufrollte wie Visma, Netcompany INEOS oder EF Education - EasyPost, lieferte Movistar jedoch einen wichtigen Referenzwert mit Blick auf Juli.
Im Anschluss im Gespräch mit Cycling Pro Net räumte Uijtdebroeks ein, dass Movistar den Tag nicht mit völliger Gewissheit begonnen habe, zumal Diego Pescador bereits aus dem Rennen war.
„Natürlich. Ich bin superhappy, superhappy“, sagte Uijtdebroeks. „Wir wussten nicht zu 100 Prozent, was uns erwartet, denn mit Diego, der heute Morgen auch schon raus war, fehlte uns ein Mann, der an den Anstiegen wichtig hätte sein können.“

Movistar findet Positives nach schwieriger Vorbereitung

Der Kurs war kein flacher Krafttest. Mit Anstiegen und einem Ziel bergauf verlangte die Etappe nach Balance, Kommunikation und dem richtigen Timing, die passenden Fahrer tief in die Belastung zusammenzuhalten.
Aus Sicht von Uijtdebroeks löste Movistar diese Aufgabe stark. Er lobte die kollektive Struktur der Fahrt, bei der Pablo Castrillo und Ivan Romeo auf den schnelleren Abschnitten tragende Rollen spielten, bevor er sich am Schlussanstieg leermachte. „Wir haben alles gegeben und sind supervereint geblieben“, sagte er. „Die Jungs haben auf den flachen Passagen einen unglaublichen Job gemacht.“
Anschließend hob er zwei Teamkollegen besonders hervor. „Vor allem Pablo Castrillo, der extrem stark flog, und auch Ivan Romeo“, ergänzte Uijtdebroeks. „Dann musste ich am letzten Anstieg alles geben. Und ja, wir sind superhappy, diese Zeit gefahren zu sein.“
Das Ergebnis brachte Uijtdebroeks auf Gesamtrang 15, 1:07 Minuten hinter Alex Baudin, nach einer Etappe, die die Spitze der Gesamtwertung enger zusammenrückte. Baudin behielt Gelb, Kevin Vauquelin und Oscar Onley rückten bis auf 12 Sekunden heran, während Matteo Jorgenson nach Vismas Etappensieg bis auf 15 Sekunden schloss.

Tour-de-France-Generalprobe verleiht zusätzlichem Wert

Für Movistar reichte die Bedeutung weiter als ein Resultat im Juni. „Es ist superwichtig für dieses Rennen in dieser Woche, aber für die Tour noch wichtiger“, sagte Uijtdebroeks.
Dieser Tour-de-France-Bezug gibt der Fahrt zusätzliches Gewicht. Die Tour 2026 beginnt mit einem Mannschaftszeitfahren in Barcelona, wodurch jeder wettkampforientierte Probelauf wertvoll wird für Teams, die Material, Pacing und interne Rollen weiter schärfen.
Uijtdebroeks hat zuletzt nur begrenzte Erfahrung in der Disziplin gesammelt, was den Test in Perreux umso nützlicher machte. „Für mich auch, ich habe seit der Vuelta 2023 kein Mannschaftszeitfahren mehr bestritten, und das war nicht wirklich ein Mannschaftszeitfahren wie dieses. Es ist also auch eine Lernerfahrung für mich“, sagte er. „Das bei Paris–Nizza habe ich verpasst, deshalb ist es sehr gut, dieses hier zu haben.“
Der Belgier sieht zudem den Wert eines bergauf führenden Finales, das oft eher den Klassementfahrern als den reinen Zeitfahrspezialisten liegt. „Wenn das Ziel bergauf ist, ist das, denke ich, immer gut für die GC-Fahrer“, sagte er.
Movistar verließ die 3. Etappe weder mit dem Sieg noch mit dem Gelben Trikot, doch das war nicht die einzige Messgröße des Tages. Für Uijtdebroeks war es ein kontrolliertes Resultat in der Gegenwart und ein nützlicher Schritt hin zu dem Mannschaftszeitfahren, das in Barcelona noch schwerer wiegen wird.
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