Andrea Vendrame war lange aus dem Rennbetrieb verschwunden, doch das ändert sich in der kommenden Woche. Die Rennpause des Italieners wurde durch einen Sturz während der bulgarischen Grande Partenza der 2. Etappe des Giro d’Italia 2026 verursacht, bei dem mehrere Fahrer aufgeben mussten. Fast drei Monate später kehrt Vendrame nun am kommenden Montag bei der Tour de Pologne ins Peloton zurück.
Vendrame startete seine Saison 2026 stark mit einer Reihe von Topresultaten in Eintagesrennen, gekrönt von Rang sechs bei Milano-Sanremo. Nach diesem Frühling visierte der Jayco AlUla-Fahrer bei seiner Heim-Grand-Tour Etappensiege an, doch ein Sturz auf Etappe 2 stoppte alle Pläne abrupt. Vendrame erlitt einen Wirbelbruch und brauchte eine lange Reha.
„Nicht alle Siege haben eine Ziellinie“, überschreibt Vendrame seine
Instagram-Story. „Nach dem Sturz beim Giro d’Italia und der Fraktur der Querfortsätze meiner Wirbel stand meine Welt für eine Weile still.“
Doch Vendrame kämpfte konsequent um seine Genesung – und kehrte zwei Monate nach dem Crash schrittweise ins volle Trainingspensum zurück.
„Vom Rollstuhl zu meinen ersten Schritten mit Hilfe der Menschen an meiner Seite. Von einer Wanne, um kurz auf die Rolle zu können, zu einem Grill als Stütze. Dann, Tag für Tag, eine immer natürlichere Position. Bis zu dem Moment, als ich wieder auf der Straße war und das tat, was ich liebe.“
Rückkehr in Sicht
Seit dem folgenschweren Unfall sind knapp drei Monate vergangen. Und Vendrame ist wieder wettkampftauglich. Sein Comeback gibt er bei der Tour de Pologne (03.–09.08.). Hoffentlich verläuft die Rückkehr ohne Komplikationen, damit der italienische Allrounder bald wieder sein gewohntes Niveau erreicht.
„Erholung besteht nicht aus großen Sprüngen, sondern aus kleinen, scheinbar unsichtbaren Fortschritten … bis man eines Tages zurückblickt und erkennt, wie weit man gekommen ist. Diese Fotos erzählen die Geschichte dieses Weges. Danke an alle, die in den schwersten Tagen an meiner Seite geblieben sind. Ohne euch wäre alles viel komplizierter gewesen. Und jetzt: auf nach Polen!“