Die Dänemark-Rundfahrt wird bislang
komplett dominiert von
Team Visma | Lease a Bike, das mit
Wout van Aert alle drei Etappen gewonnen hat. Der Belgier sprach über schlechte Beine auf der Königsetappe rund um den Vejle-Rundkurs und dass ein Sieg nicht sein Plan war.
Van Aert entgeht Beinahe-Sturz
Das niederländische Team kontrollierte die Etappe aus der Führungsposition, entging aber knapp einem Desaster. Ashlin Barry stürzte auf nasser Straße, und Van Aert musste ins Offroad ausweichen. Er blieb auf dem Rad, doch Visma geriet durch Sturz und anschließende Defekte kurzzeitig in Unordnung.
„Ich wollte kein Risiko eingehen und ihn nicht auf Biegen und Brechen überholen, also sprang ich auf den Randstein. Das lief nicht perfekt, und ich hatte sofort einen Platten“, erklärte Van Aert bei
Sporza.
Das Team formierte sich jedoch bis zum Schlussrundkurs neu und hatte seine beiden Kapitäne dort, wo es darauf ankam, stets in Position.
„Nach einem Sieg klingt es vielleicht seltsam, aber ich fühlte mich nicht besonders gut. Die Beine taten richtig weh, daher hatten wir vereinbart, dass Christophe auf Sieg fahren kann“, gab er zu.
Der Moment, in dem Wout van Aert und mehrere Teamkollegen über den Randstein springen, um einen gestürzten Teamkollegen zu umgehen
Van Aert versuchte, Laporte zum Sieg zu verhelfen
Auf den letzten 20 Kilometern dünnte Laporte die Gruppe aus, anschließend griffen beide abwechselnd an. Die entscheidende Lücke sprang nicht auf, doch sie verbrachten fast die komplette Zeit an der Spitze und diktierten das Tempo.
„Ein Teil davon war Bluff. Ich wollte, dass die anderen spüren, dass Angriffe zwecklos sind. Christophe und ich hatten die Lage im Griff, taktisch haben wir es gut gespielt.“
Van Aert selbst fuhr Kilometer um Kilometer von vorn, obwohl er als Gesamtführender mit dem ansteigenden Finale keinen Spielraum zum Ausrollen hatte. Am Schlussanstieg übernahm er bewusst früh die Spitze, ohne auf Initiative der Konkurrenz zu warten.
Der Plan war, Laporte anzufahren, nachdem sich der Franzose nicht solo absetzen konnte. „Ich wollte Christophe anziehen, aber nahe der Kuppe sah ich, dass Kubis als Einziger noch in der Nähe war. In dem Moment musste ich selbst durchziehen.“
Am Ende distanzierte Van Aert seine Gegner und fuhr eher unbeabsichtigt zu seinem dritten Etappensieg – ein Erfolg, der ihm viel bedeutete. „Drei Siege in Serie. Das ist mir noch nie gelungen. Ein besonderes Gefühl“, schloss er.