Netcompany INEOS hat sich offenbar ein weiteres zentrales Puzzlestück für den langfristigen Neuaufbau gesichert. Laut dem Transferjournalisten
Daniel Benson hat das britische Talent
Joseph Blackmore einen langfristigen Vertrag bei Dave Brailsfords Team unterschrieben und verstärkt damit eine Mannschaft, die mit Blick auf die Saison 2027 grundlegend umgestaltet wird.
Netcompany INEOS treibt ambitionierten Neuaufbau voran
Blackmores erwarteter Zugang fällt in eine Phase umfassender Veränderungen bei Netcompany INEOS. Das britische Team ist zu einem der
Hauptakteure dieses Transferfensters aufgestiegen, kombiniert prominente Neuverpflichtungen mit wichtigen Vertragsverlängerungen und bereitet sich zugleich auf Abschiede einiger etablierter Namen vor.
Auf der Zugangsseite wird das Team bereits mit Markel Beloki von EF Education-EasyPost, Harold Tejada von XDS Astana und Michael Valgren in Verbindung gebracht, während Clément Champoussin und Riley Sheehan ebenfalls als mögliche Verstärkungen gelten. Der vielversprechende Spanier Benjamín Noval soll dem Projekt ebenfalls nahe sein.
Gleichzeitig will das Management mehrere Leistungsträger halten. Egan Bernal, Axel Laurance, Connor Swift, Sam Watson und Brandon Rivera sollen ihre Verträge verlängern und damit Kontinuität sichern, während das Team einen neuen Kern formt, der zur Spitze des WorldTour-Pelotons zurückkehren kann.
Es gibt jedoch auch gewichtige Abgänge. Der US-Amerikaner Artem Shmidt steht dem Vernehmen nach nach zwei INEOS-Jahren vor einem Wechsel zum
NSN Cycling Team, während Landsmann Andrew August wohl zu Pinarello Q36.5 geht. Laurens De Plus zieht es offenbar zu Decathlon, während die Zukunft von Bob Jungels und Óscar Rodríguez offen ist.
Blackmore ist eines der aufregendsten britischen Talente
Einer der größten britischen Nachwuchshoffnungen
Mit erst 23 Jahren gilt Blackmore seit Längerem als eines der vielversprechendsten Talente im britischen Radsport. Nach seiner Entwicklung bei der Israel-Premier Tech Academy gelang ihm 2024 der Durchbruch, der ihn als einen der prägenden Fahrer seines Jahrgangs etablierte.
Sein größter Erfolg kam bei der Tour de l'Avenir, oft als Tour de France der U23 bezeichnet. Blackmore gewann die Gesamtwertung mit einer Serie eindrucksvoller Kletterleistungen und wurde damit der erste britische Sieger seit Simon Yates 2013.
Dieser Triumph krönte eine herausragende Saison, in der er auch Lüttich–Bastogne–Lüttich Espoirs gewann, eines der prestigeträchtigsten U23-Eintagesrennen. Zuvor dominierte er die Tour du Rwanda mit Gesamtsieg und mehreren Etappenerfolgen und legte später noch den Gesamtsieg bei der Tour de Taiwan nach.
Seine erste volle WorldTour-Saison 2025 verlief hingegen deutlich ruhiger, ohne weiteren Sieg für seine Palmarès. 2026 wurde sein Schwung zusätzlich durch körperliche Rückschläge gebremst, der Brite stand bislang kaum am Start. Sein Saisondebüt gab er am Samstag bei der Clásica de San Sebastián, die er nicht beendete.