Nahezu 9 W/kg: Tadej Pogacar und Paul Seixas sorgen an der La Redoute bei Liège-Bastogne-Liège für den „stärksten Vier-Minuten-Wert aller Zeiten“

Radsport
Montag, 27 April 2026 um 16:15
Tadej Pogacar und Paul Seixas bei Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026
Die entscheidende Aktion bei Lüttich–Bastogne–Lüttich basierte auf Werten, die man in Monumenten selten sieht. An der Côte de La Redoute fuhren Tadej Pogacar und Paul Seixas nahezu 9 Watt pro Kilogramm, absolvierten den Anstieg in rund 3 Minuten 45 Sekunden und sprengten sofort das Feld.
Pogacar attackierte wie erwartet, doch die Antwort überraschte. Seixas war der Einzige, der folgen konnte, blieb bis zum Gipfel am Hinterrad, während dahinter das Feld in Gruppen zerfiel.
Das Duo riss über den Anstieg und ins folgende Teilstück rasch eine Lücke. Die Leistungsdaten sind modelliert und nicht direkt gemessen, unterstreichen aber die Härte des Moves. In diesem Kontext beschrieb eine Analyse von Domestique dies als „das beste Vier-Minuten-Leistungsstück aller Zeiten“.

Seixas hält die Attacke, während sich das Rennen neu ordnet

Die Bedeutung dieses Moments wurde mit dem Rennverlauf klarer. Eine frühe Ausreißergruppe mit über 50 Fahrern, darunter Remco Evenepoel, zwang UAE Team Emirates - XRG zu einer langen Verfolgung und veränderte die Taktung des Tages.
Dennoch kehrte an der Côte de La Redoute das vertraute Muster zurück. Pogacars Antritt reduzierte das Rennen auf eine Eliteauswahl und anschließend auf nur zwei Fahrer. Seixas fiel in dieser Phase nicht zurück. Er blieb bei der entscheidenden Bewegung und machte das Monument zu einem Zweikampf in Richtung der Schlussanstiege.

Roche-aux-Faucons bringt die Entscheidung

Ab La Redoute arbeiteten Pogacar und Seixas zusammen und bauten ihren Vorsprung auf dem Weg zur Côte de la Roche-aux-Faucons aus, wobei Seixas Führungsarbeit leistete.
Die Entscheidung fiel am letzten Anstieg. Pogacar attackierte im steilsten Abschnitt und riss die Lücke auf, Seixas konnte dem zweiten Antritt nicht mehr folgen. Bis zum Gipfel wuchs der Abstand auf rund 25 Sekunden.
Pogacar vergrößerte seinen Vorsprung auf dem Weg ins Ziel weiter und sicherte sich den Sieg, während Seixas nach einer ohnehin prägenden Vorstellung Rang zwei verteidigte.

Zahlen setzen die Leistung in Perspektive

Weitere Analysen zur Roche-aux-Faucons deuten auf einen erneuten Wert oberhalb von 8 Watt pro Kilogramm hin und bestätigen das erforderliche Niveau für die Rennentscheidung.
Seixas folgte nicht nur einer rennentscheidenden Attacke. Er egalisierte Pogacar an der La Redoute in Rekordtempo und blieb bis zum Schlussanstieg Teil der Schlüsselaktion, wo schließlich die Differenz entstand.
Diese Kombination aus Ergebnis und Leistungsdaten erklärt die Reaktionen auf Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026.
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