Nächster Rückschlag für Juan Ayuso: Nach Baskenland-Aufgabe wachsen die Zweifel an seiner Rundfahrt-Stabilität weiter

Radsport
durch Nic Gayer
Freitag, 10 April 2026 um 10:30
Juan Ayuso
Etappe 4 der Baskenland-Rundfahrt 2026 ist maßgeblich vom vorzeitigen Ausstieg von Juan Ayuso geprägt worden. Der Spanier war mit klaren Ambitionen auf das Gesamtklassement ins Rennen gegangen, musste seine Hoffnungen jedoch früh begraben.
Grund für die Aufgabe waren anhaltende Magenprobleme. Zunächst hatten über den Teamfunk Meldungen über einen möglichen Sturz von Sergio Higuita die Runde gemacht, der später ebenfalls ausstieg. Ayusos Rückzug stellte sich jedoch als krankheitsbedingt heraus.

Ayuso kämpft mit gesundheitlichen Problemen – Aufgabe auf Etappe 4

„Die zweite Etappe war ein richtig harter Tag, und erneut habe ich mich nicht gut gefühlt. Gestern hatte ich ziemlich starke Magenprobleme. Es waren ein paar ziemlich schwierige Tage, die ich durchgemacht habe“, erklärte Ayuso. Und ergänzte: „Gestern habe ich vom Ziel bis zum Bus noch einen letzten Sprint hingelegt, um aufs Klo zu kommen… so ist es eben, es gibt solche Tage, da muss man einfach durch.“
Sein Team bestätigte anschließend, dass der Spanier bereits die gesamte Woche über mit einem gravierenden körperlichen Problem zu kämpfen hatte. Ayuso war zudem noch angeschlagen nach seinem jüngsten Ausstieg bei Paris–Nizza und weiteren Rückschlägen im Training. Auf der vierten Etappe erwiesen sich diese Belastungen schließlich als zu groß – das Rennen war für ihn vorzeitig beendet.

Fragen zu Ayusos Stabilität in Rundfahrten flammen wieder auf

Der erneute Rückschlag reiht sich in eine Entwicklung ein, die zunehmend Fragen nach Ayusos Konstanz bei Rundfahrten aufwirft – insbesondere dann, wenn seine Ambitionen im Gesamtklassement früh unter Druck geraten.
Lange galt er innerhalb von UAE Team Emirates XRG als möglicher Fahrer, der perspektivisch sogar Tadej Pogacar bei der Tour de France herausfordern könnte. Doch wiederholt zeigte sich, dass es Ayuso schwerfällt, seine Form stabil zu halten, sobald Rückschläge auftreten oder Zeitverluste entstehen. Sein dritter Platz bei der Vuelta a España bleibt bislang sein bestes Ergebnis bei einer Grand Tour.
Auch in dieser Woche rückte der Abstand zwischen Erwartung und Realität erneut in den Mittelpunkt. Ein enttäuschendes Einzelzeitfahren, in dem Paul Seixas die Bestzeit setzte und Ayuso nur außerhalb der Top 40 landete, erhöhte den Druck zusätzlich – sowohl mental als auch körperlich.
Damit endet seine Itzulia vorzeitig. Für die kommende Saisonphase nimmt Ayuso vor allem neue Fragezeichen mit – und deutlich weniger Antworten.
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