Nein, für
EF Education-EasyPost ist es bislang keine Saison zum Erinnern: Mindestens vier Fahrer stehen im Lazarett. Jüngster Zugang auf der Ausfallliste ist
Mikkel Honoré – der 29-jährige Däne stürzte in der Schlussphase der Heistse Pijl schwer, zog sich ein Dutzend Frakturen sowie einen kollabierten Lungenflügel zu – am selben Tag, an dem Teamkollege Noah Hobbs seinen Durchbruch mit dem
ersten Profisieg feierte.
Das belgische Rennen steuerte auf das Finale zu, als Honoré 6 Kilometer vor dem Ziel frontal in eine Verkehrsinsel fuhr – im dichten Stadtverkehr, bei hohem Tempo, ohne Ausweichmöglichkeit. Er wurde umgehend auf die Intensivstation gebracht, um das Ausmaß zu klären und die schwersten Verletzungen zu behandeln.
EF Education-EasyPost-Sportdirektor für das Rennen, Sep Vanmarcke, listete die Verletzungen anschließend auf: „Mikkel ist stabil, aber er hat sich sieben Rippen, drei Wirbel und das Schlüsselbein gebrochen. Zudem hat er einen kollabierten Lungenflügel. Das ist sehr heftig, und die Genesung wird lange dauern.“
Der Däne war mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Tour de France im Sommer vorgesehen, seine Verletzungen treffen die Ambitionen des US-Teams empfindlich. Der Blick richtet sich nun auf das Spätsommer-Programm, mit der Hoffnung auf ein Comeback gegen Ende August, berichtet
Feltet.
Dem dänischen Medium zufolge soll Honorés Schlüsselbeinfraktur zeitnah operiert werden, während andere Verletzungen konservativ ausheilen.
Sehen wir Honoré 2026 wieder in Bestform?
Wie bei weiten Teilen des US-Teams verlief auch Honorés Saison bislang unspektakulär. Dieser herbe Rückschlag könnte 2026 zu seinem schwächsten Jahr seit Langem machen.
2021 rückte Honoré mit Podestplätzen bei der Bretagne Classic und der Clásica San Sebastián ins Rampenlicht, übernahm danach jedoch vorwiegend Helferrollen – mit gelegentlichen Glanzlichtern. Dazu zählen sein 12. Platz bei den harten Weltmeisterschaften in Kigali oder ein Top-3-Ergebnis am Nongla beim Tour of Guangxi im vergangenen Jahr.