Mathieu van der Poel wird mit gemischten Gefühlen auf seine Frühjahrskampagne zurückblicken und laut Berichten nächsten Monat bei der
Tour de Suisse antreten, um Korrekturen vorzunehmen. Der Niederländer holte zwei große Eintageserfolge – aber keinen Monumentesieg, nachdem er bei der Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix und Mailand–Sanremo leer ausging.
Von der anderen Seite betrachtet, könnte van der Poel sagen, er war in Flandern der Zweitbeste, hatte in Roubaix Pech mit einem Doppelplatten und fuhr in Sanremo auf dem Poggio an der Spitze. Aber dann ist da noch
Tadej Pogacar.
Die beiden haben in den vergangenen Jahren eine echte Rivalität aufgebaut und die Monumente weitgehend unter sich aufgeteilt, abgesehen von wenigen Ausnahmen. Der Slowene war in Flandern und Sanremo stärker, und nun kommt van der Poel in die Schweiz – sicher etwas, das Pogacar registrieren wird.
Der Niederländer wird laut
HLN bei der Tour de Suisse (17.06. bis 21.06.) starten. Damit könnte seine Rivalität mit Klassikerkonkurrent Tadej Pogacar in der Schweiz neu befeuert werden, während beide den Blick bereits auf die
Tour de France richten.
Van der Poel und Pogacar im Blick auf die Tour de France
Da van der Poel dem Vernehmen nach die Tour de France fährt und seit Paris–Roubaix im vergangenen Monat im Training ist, dürfte der 31-Jährige in Topform erscheinen, wenn er sich auf den Grand Départ in Barcelona am 04.07. vorbereitet.
Pogacar hat jüngst die Tour de Romandie seinem Palmarès hinzugefügt und wird ebenfalls in der Schweiz antreten, um eine weitere Rundfahrt zu gewinnen. Konkurrenz ist gesetzt: Unter den bestätigten Gesamtklassement-Fahrern sind Primoz Roglic, Tom Pidcock und Matteo Jorgenson.
Weniger als zwei Wochen zwischen der Rundfahrt und der Tour lassen jedoch offen, wie die Topfavoriten das Rennen nutzen. Pogacar hat Berichten zufolge seine Trainingszyklen angepasst und dürfte mit niedrigerem Gewicht und stärkerem Fokus auf lange Anstiege antreten, im Gegensatz zu seiner muskulöseren Klassikerform.