„Mathieu ist ein Fahrer, der nicht will, dass wir mit vierzig Mann ins Ziel kommen“ – Tim Wellens und UAE könnten bei Omloop Het Nieuwsblad in van der Poel einen Verbündeten haben

Radsport
Freitag, 27 Februar 2026 um 18:00
Collage_TimWellensMathieuVanDerPoel
Mathieu van der Poel ist der größte Unsicherheitsfaktor vor dem Omloop Het Nieuwsblad. Normalerweise ist der Niederländer in den Kopfsteinpflaster-Klassikern der Mann, den es zu schlagen gilt, doch der erste Klassiker des Jahres ist nicht übermäßig selektiv und zugleich sein erster Renntag der Saison. Vom ehemaligen Straßen-Weltmeister weiß man jedoch nie, was kommt, und eine offensive Fahrweise wäre für die Eröffnungswochenende-Taktik von UAE Team Emirates - XRG ausgesprochen vorteilhaft.

So will UAE Team Emirates den Omloop Het Nieuwsblad aufmischen

Das belgische Team startet mit Juan Sebastián Molano, doch der Kolumbianer bietet in keinem der belgischen Eintagesrennen ausreichende Absicherung für ein Topresultat. Stattdessen setzt die Mannschaft auf Attacken: Tim Wellens ist der Mann für die Unterschiede am Berg, während Florian Vermeersch und Nils Politt als erfahrene Klassikerfahrer und Rouleure Attacken aus der Distanz durchziehen können.
Daher muss UAE den Omloop Het Nieuwsblad und Kuurne–Brussel–Kuurne offensiv anfahren, wenn an diesem Belgien-Wochenende realistisch ein großer Sieg herausspringen soll. In diesem Szenario rechnet Tim Wellens sogar mit einem eher unerwarteten Verbündeten.

Der Einfluss von Mathieu van der Poel im Rennen

„Mathieu ist ein Fahrer, der nicht will, dass wir mit vierzig Mann ins Finale kommen. Das gilt auch für unser Team. Andererseits bedeutet Van der Poels Präsenz auch, dass meine Siegchancen sinken“, sagte Wellens vor dem Rennen gegenüber Sporza.
Für den belgischen Meister ist das eine schwer zu steuernde Lage. Ohne die absoluten Spezialisten im Feld werden letztlich Fahrer wie Arnaud De Lie, Paul Magnier und Matthew Brennan die besten Karten in dem Terrain haben, das ihnen liegt.
Der Routinier startet die Saison 2026 jedoch womöglich so stark wie nie. Seine jüngsten Trainings- und Renndaten deuten darauf hin, dass seine Leistung über lange Belastungen auf einem Allzeithoch liegen könnte.
„Meine Zeiten dort waren bereits unglaublich gut. Über sechzig Minuten sogar meine besten überhaupt“, verrät er. Am wahrscheinlichsten entstand dieser Wert bei der Clásica Jaén Paraíso Interior, wo er nach einer Attacke 60 Kilometer vor dem Ziel einen beeindruckenden Solosieg holte.
„Ich spüre, dass mein Motor jedes Jahr stärker wird. Diese Trainingseinheiten zahlen sich aus. Das übersetzt sich allerdings nicht automatisch in Siege.“
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