Das Fehlen von Mads Pedersen bei
In Flanders Fields - From Middelkerke to Wevelgem 2026 hat in der Radsportwelt spürbare Besorgnis ausgelöst. Der Däne wird am Sonntag krankheitsbedingt nicht starten, ein Rückschlag zum ungünstigsten Zeitpunkt, just in der Feineinstellung auf seine großen Frühjahrsziele.
Der
Lidl-Trek-Profi hatte bereits mit körperlichen Problemen zu kämpfen, nachdem er zu Saisonbeginn gestürzt war und sich das Handgelenk lädiert hatte. Nun verkompliziert dieses neue Problem seinen Fahrplan in Richtung der entscheidenden Termine wie die
Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix zusätzlich.
Die Lage ist auch an prominenten Stimmen wie Ex-Profi Per Bausager nicht vorbeigegangen, der seine Sorge um den Ex-Weltmeister offen aussprach: „Das ist Mist. Er hat keine Zeit zu verschenken. Hätte er Provence und
Paris–Nizza und das volle Programm gefahren, wäre ein ausgelassenes Rennen weniger dramatisch, aber er muss sich erholen.“
Der dänische Experte betont die geringe Luft im Kalender und wie dieser Rückschlag seine Form in den Pflaster-Monumenten direkt beeinträchtigen kann. Zugleich bleibt das wahre Ausmaß der Erkrankung unklar: „Ich glaube nicht, dass er bei der Flandern-Rundfahrt bei 100% ist. Daran zweifle ich. Es hängt alles von etwas ab, das wir nicht wissen. Hat er Fieber?“
In diesem Sinne unterstreicht er, dass das Problem über ein fehlendes Rennen hinausgeht. „Wenn er so krank ist, dass er das Rennen absagen muss, kann er auch keine komplette Trainingseinheit absolvieren.“
Ein komplizierter Saisonstart
Die Saison 2026 erweist sich für Pedersen als besonders fordernd, zumal er viel seiner Ambition auf den Pflaster-Klassikerblock gelegt hatte. Zwischen Verletzung und Krankheit hat sein Formaufbau mehrere Dämpfer erhalten, die die Erwartungen in einer Schlüsselphase des Kalenders neu justieren.
Dennoch glaubt Bausager nicht an mentale Folgen. „Psychologisch wirft ihn nichts um. Er findet das wohl Mist, aber das kratzt weder an seinem Selbstvertrauen noch an seinem Kampfgeist.“
Und er ergänzt zu seinem Wettkampftypus: „Er kann solche Dinge sehr gut abhaken, aber fluchen und schimpfen wird er sicherlich.“
Positive Signale trotz allem
Trotz des widrigen Umfelds gibt es Gründe für Optimismus. Pedersen zeigte bei der E3 Saxo Classic eine solide Leistung und wurde Neunter. Ein Resultat, das zusätzlich an Gewicht gewinnt, nachdem bekannt wurde, dass er krank an den Start ging.
Bausager wertet dies als klares Zeichen, dass seine Basisform hoch bleibt. „Hätte mir vor 14 Tagen jemand gesagt, er wird Vierter in Sanremo und Neunter bei der E3 … Wenn er bei der E3 Neunter werden kann, umso besser.“
Und er schließt mit einem Gedanken, der die Hoffnung rund um den Dänen nährt: „Das zeigt, dass seine Fitness und sein Motor da sind, wo sie sein müssen.“