Tiere bei Radrennen sind keine Seltenheit – schließlich ist es ein Outdoorsport. Hunde, Katzen oder Vögel sieht man oft, Schafe oder anderes Weidevieh in ihren Regionen ebenso. Aber… ein Braunbär? Diese Begegnung erlebt man wohl nur in Transsilvanien.
Ein markantes Bild im Finale der dritten Etappe der rumänischen Rundfahrt. Am Schlussanstieg zum Bâlea Lac tauchte plötzlich ein Braunbär auf – genau in dem Moment, als der künftige Profi-Star im Gelben Trikot des Führenden vorbeifuhr.
Der Bär überquerte seelenruhig die Straße, just als Lorenzo Finn und Byron Munton – die Nummern eins und zwei der Gesamtwertung – die 15-Kilometer-Marke passierten. Der junge Italiener wirkte unbeeindruckt, vergessen wird er diesen ungewöhnlichen Zuschauer aber sicher nicht.
Zwar beheimatet Rumänien die größte Braunbär-Population Europas, dennoch bleibt eine Sichtung direkt an der Rennstrecke außergewöhnlich. Übrigens ist es nicht das erste Mal, dass beim Sibiu Cycling Tour ein Bär auftaucht.
Das bestätigte der rumänische Kommentator und Radsport-Enthusiast Mihai Simion, der im Vorjahr außerhalb des Wettkampfs einen Bären an der Strecke filmte. Selbst für die Einheimischen ist das also alles andere als alltäglich.
Die 3. Etappe der Sibiu Cycling Tour gewann U23-Weltmeister Lorenzo Finn (Red Bull - BORA - hansgrohe) 13 Sekunden vor Routinier Wout Poels (Unibet Rose Rockets) und Byron Munton (Modern Adventure Pro Cycling).
Der Italiener bleibt nach seinem Sieg am Vortag am Schlussanstieg weiter Gesamtführender. Sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Munton wuchs auf 55 Sekunden an – vor einer vergleichsweise einfachen Schlussetappe, auf der im Gesamtklassement keine großen Verschiebungen zu erwarten sind.