Jonas Vingegaards Immobilienportfolio nimmt Fahrt auf – Ehefrau gründet eigene Investmentfirma

Radsport
durch Nic Gayer
Donnerstag, 29 Januar 2026 um 19:00
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Jonas Vingegaards wachsendes Immobilienportfolio entwickelt sich nicht länger im Stillen. Der dänische Radsportstar verleiht seinen Aktivitäten nun eine klare, formale Struktur.
Wie die Zeitung Ekstra Bladet berichtet, hat Trine Marie Hansen, die Ehefrau des Kapitäns von Team Visma - Lease a Bike, ein Unternehmen für Immobilieninvestments gegründet. Der Schritt folgt konsequent auf mehrere hochpreisige Käufe zu Beginn des Monats.

Vom privaten Besitz zur klaren Struktur

Zu den jüngsten Investitionen zählt ein weiteres Haus in unmittelbarer Nähe der bereits bestehenden Immobilien der Familie. Damit besitzen Vingegaard und Hansen nun vier Häuser in derselben dänischen Küstenregion. Hinzu kommt ein separates Sommerhaus nahe Aarhus.
Insgesamt summieren sich die Immobilieninvestitionen mittlerweile auf mehr als 31 Millionen Kronen.
Entscheidend ist dabei nicht nur das Volumen, sondern vor allem die neue Organisation. Trine Marie Hansen registrierte die Firma V. Hansen Ejendomme ApS, deren Geschäftszweck Immobilieninvestments und damit verbundene Aktivitäten umfasst. Parallel dazu gründete sie die Holdinggesellschaft V. Hansen Invest ApS.
Das Zusammenspiel beider Firmen markiert den Übergang vom rein privaten Eigentum hin zu einem strukturierten, langfristig ausgerichteten Management der Vermögenswerte. Aus anfänglichen Käufen in der Nachbarschaft ist erkennbar eine bewusste, strategische Ausrichtung entstanden.

Ein Portfolio mit Heimatbezug

Die Linie hinter den Investments bleibt klar. Anstatt das Kapital über verschiedene Regionen zu streuen, konzentriert sich die Familie seit Jahren auf ein klar umrissenes Gebiet und ergänzt dort schrittweise benachbarte oder nahe gelegene Objekte. Das unterstreicht die starke Bindung an den Standort und zeigt zugleich, welchen Stellenwert Immobilien in der Lebensplanung jenseits des Radsports einnehmen.
Auf den jüngsten Kauf angesprochen, beschrieb Vingegaard ihn sachlich: Lage am Meer, „eine gute Investition“. Kritischere Töne kommen von anderer Seite. Ein im Bericht zitierter dänischer Wohnungsökonom bezweifelte, ob es aus finanzieller Sicht sinnvoll sei, so viel Kapital in einer kleinen Region zu bündeln - insbesondere, da es sich nicht um eine ausgewiesene Wachstumsregion handelt.

Schwung auf und neben dem Rad

Die Entwicklungen abseits des Sports fallen in eine besonders intensive Phase von Vingegaards Karriere. Im Januar bestätigte das Team, dass der Däne 2026 sein Debüt beim Giro d’Italia geben wird. Team Visma - Lease a Bike plant ein Giro-Tour-Doppel und vollzieht damit einen spürbaren Kurswechsel in seiner Grand-Tour-Strategie.
Die Vorbereitung verlief jedoch nicht ohne Zwischenfälle. Anfang des Monats stürzte Vingegaard während eines Trainingslagers in Spanien, nachdem ihn ein Hobbysportler über längere Zeit dicht verfolgt hatte. Der Vorfall entfachte erneut die Debatte um Fahrersicherheit und das Verhalten von Fans im Training. Das Team appellierte öffentlich, den Profis Raum und Ruhe zu lassen - ein deutliches Signal für den Druck, der mit Vingegaards Status als einer der größten Namen des Sports einhergeht.
Trotz dieses Rückschlags bleibt der Däne auf Kurs. Der zweifache Tour-de-France-Sieger und amtierende Vuelta-Champion startet 2026 mit der realistischen Chance, bei allen drei Grand Tours um Siege zu fahren. Vor diesem Hintergrund wirkt die Formalisierung der familiären Immobilieninteressen weniger wie eine Randnotiz, sondern vielmehr wie ein weiterer Baustein in einer prägenden Phase seiner Karriere.
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