Das Frauenpeloton muss 2026 auf eine seiner stärksten Kletterinnen verzichten. Pauliena Rooijakkers, Dritte der Tour de France Femmes 2024, legt eine Rennpause auf unbestimmte Zeit ein, um sich auf einen freudigen Lebensabschnitt zu konzentrieren – sie erwartet ihr erstes Kind und hat ihre Schwangerschaft bekanntgegeben.
Für die 33-jährige Niederländerin bedeutet das zwangsläufig eine Auszeit vom Wettkampf, doch eine Rückkehr ist für 2027 mit neuer Energie und Motivation geplant. Im kommenden Jahr trägt sie weiterhin die Farben von
UAE Team ADQ.
„In den letzten Jahren ist das Niveau im Frauenradsport enorm gestiegen“, erklärt die Kletterin in einer Pressemitteilung. „Der Sport fordert dem Körper immer mehr ab, und als Athletinnen erleben wir mitunter schwierige Phasen in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden. In den vergangenen Monaten habe ich mit Unterstützung des Teams hart an mir gearbeitet, um mein Gleichgewicht, mein Wohlbefinden und meine innere Ruhe wiederzufinden.“
„Diese Schwangerschaft kam überraschend, aber als Frau macht sie mich unglaublich glücklich. Für mich ist sie auch ein positives Zeichen und die Bestätigung, dass mein Körper wieder gesund ist. Das sind völlig neue Emotionen für mich, und ich brauche wahrscheinlich noch Zeit, um alles, was gerade passiert, wirklich zu begreifen. Aber ich kann aufrichtig sagen, dass ich mich tief glücklich und dankbar fühle, in dem Wissen, dass bald ein Baby Teil unseres Lebens sein wird.“
Pauliena wird zurück sein, ehe wir uns versehen
Trotz dieser „erzwungenen“ Pause richtet Rooijakkers den Blick bereits auf ihr Comeback im Peloton. Als Top-10-Fahrerin sowohl bei der Tour de France Femmes als auch beim Giro d'Italia Women 2025 spürt sie, dass sportlich noch mehr möglich ist, auch wenn aktuell das Privatleben Vorrang hat.
„Jetzt möchte ich dieses neue Kapitel meines Lebens in vollen Zügen genießen, aber ich spüre auch, dass ich im Radsport noch mehr zu geben habe. Der Plan ist, nach der Schwangerschaft zurückzukehren. Selbst in den vergangenen Monaten bin ich fast täglich Rad gefahren und habe alle Rennen des Teams im TV verfolgt“, sagt sie.