Jasper Philipsen hat
seinen Frühjahrsfahrplan 2026 vorgestellt – und der liest sich wie das Programm eines Fahrers, der sich längst nicht mehr nur als reiner Sprinter begreift.
Der Belgier baut seine Kampagne erneut rund um einen dichten Block flämischer Eintagesrennen auf, mit Milano–Sanremo und Paris–Roubaix als klaren Eckpfeilern seines Frühjahrs.
Sprintgeprägter Aufbau, bevor Belgien die Bühne übernimmt
Philipsen eröffnet seine Saison bei der Volta ao Algarve, einem vertrauten Einstieg mit frühen Sprintchancen und kontrollierter Rennhärte, bevor die Anforderungen Nordeuropas greifen.
Von dort rückt Belgien in den Fokus mit Omloop Het Nieuwsblad und Kuurne–Brussel–Kuurne, Rennen, die traditionell den Takt für die gesamte Klassikersaison vorgeben. Kuurne hat sich in den vergangenen Jahren besonders als verlässliches Jagdrevier für Philipsen erwiesen.
Weitere belgische Termine bei Nokere Koerse und der Ronde van Brugge unterstreichen die klare Priorität: Ergebnisse, Rhythmus und Selbstvertrauen sammeln vor dem ersten Monument des Jahres.
Mailand–Sanremo bleibt der Bezugspunkt
Das Herzstück von Philipsens Frühjahr bleibt Milano–Sanremo, das Rennen, das er 2024 gewann, und jenes Monument, das seine Entwicklung als Klassikerfahrer am besten abbildet.
Sanremo ist längst kein einmaliger Coup mehr, sondern ein wiederholbares Ziel. Die lange Distanz, das selektive Finale und das reduzierte Sprint-Szenario passen exakt zu seinen Stärken, und seine Rückkehr zum italienischen Monument bestätigt, dass es ein Grundpfeiler seiner Ambitionen bleibt.
Vom Sprintklassiker zur Roubaix-Attacke
Nach Sanremo bleibt Philipsens Programm dicht und durchdacht. Flanders Fields Middelkerke–Wevelgem, Dwars door Vlaanderen und Scheldeprijs bilden einen Block, der Ausdauer, Positionierung und Endgeschwindigkeit balanciert.
Die erneute Nennung von Paris–Roubaix ist die deutlichste Ansage. Philipsen hat bereits gezeigt, dass er auf den Pavés bestehen und glänzen kann, und die Rückkehr signalisiert eher offene Rechnungen als ein Experiment.
Das ist kein Pflichtauftritt. Roubaix ist ein Ziel.
Ein Kalender mit Klarheit statt Kompromissen
Was an Philipsens Frühjahr 2026 am meisten auffällt: die Stringenz.
Kein Übermaß an Flandern, keine Ablenkung durch die Ardennen, keine unnötigen Umwege. Stattdessen schützt der Plan seine Sprintfähigkeit und bringt ihn gezielt in Rennen, in denen reduzierte Gruppen und Positionierung den Ausschlag geben.
Es ist der Kalender eines Fahrers, der genau weiß, wo er gewinnen kann – und der diese Karte konsequent spielt.
Für Philipsen geht es im Frühjahr 2026 nicht um eine Neudefinition. Es geht darum, bewiesenes Klassikerpotenzial in prägende Resultate zu verwandeln.