Iván Romeo frustriert über sein Pech beim Movistar Team: „Es war kein guter Monat und alles läuft schief“

Radsport
Mittwoch, 15 April 2026 um 20:00
ivan-romeo-movistar-jaen-1253406148
Der Auftakt von O Gran Camiño 2026 hinterließ bei Iván Romeo einen bitteren Beigeschmack. Der Movistar-Team-Fahrer reiste ambitioniert und in Form an, wurde aber erneut vom Pech ausgebremst. Nach einem Reifenschaden, der seine Fahrt auf einer von ihm rot markierten Etappe komplett zunichtemachte, verbarg er seine Enttäuschung nicht.

Iván Romeo: Plattfuß zerstört TT-Ziele beim O Gran Camiño

„Mein Ziel in dieser Woche war das Zeitfahren, und wenn du plattfährst, ist alles für die Katz“, fasste er bei A Pie de Puerto nüchtern zusammen.
Romeo erklärte, dass es im Moment des Defekts keinen Sinn mehr gehabt habe, ein Wettkampftempo zu halten, da jede Chance auf Sieg oder eine Referenzzeit dahin war. „Es ergab also keinen Sinn, weiter zu drücken, wenn der Sieg ohnehin weg war“, fügte er an.
Der Spanier betonte, dass er sich gezielt auf das Zeitfahren vorbereitet hatte, im Bewusstsein, dass es eine der Schlüsselmöglichkeiten des Rennens war. Das Ergebnis war jedoch das denkbar schlechteste für seine Interessen. Der Plattfuß kostete nicht nur Zeit, sondern zerstörte auch den Rhythmus an einem Tag, an dem er sich mit den Besten messen wollte.
„Ich hatte die Zwischenzeiten, ich hatte mir fürs Finale noch einiges aufgespart“, erklärte er und räumte einen Plan ein, den Einsatz zu steigern. Die Technik stoppte ihn jedoch und zwang ihn, das Drehbuch komplett umzuschreiben. In solch kurzen, explosiven Einsätzen ist jeder Rückschlag ein Punkt ohne Wiederkehr.

Ein Monat geprägt von Verletzungen und fehlender Kontinuität

Über das Zeitfahren hinaus ordnete Romeo seine aktuelle Lage ein, die von einem körperlich schwierigen Monat geprägt ist. Ein Sturz bei Paris–Nizza habe seine weitere Vorbereitung beeinträchtigt und eine Kette von Problemen ausgelöst, die seine Leistung trafen.
„Nach dem Sturz war ich praktisch drei Wochen ohne Training, ich habe mir das Knie lädiert, und ich habe erst in der Woche vor der Anreise eine harte Einheit gemacht“, sagte er. In einem so fordernden Sport wie dem Profiradsport schlägt fehlende Kontinuität schnell in schwer zu schließende Leistungslücken um.
„Auf dem heutigen Niveau des Radsports, wenn du praktisch zwei Wochen kaum trainierst und dann nur zwei Wochen zur Vorbereitung hast, ist es – egal welches Rennen – sehr schwer, bei 100 % zu sein“, reflektierte er offen.

Zwiegespaltene Gefühle an einem Tag mit großen Erwartungen

Trotz des Ausgangs räumte Romeo ein, dass sich seine Beine vor dem Defekt nicht schlecht angefühlt hätten. Er hatte seinen Einsatz sorgfältig geplant und darauf vertraut, im letzten Abschnitt, der ihm liegt, noch zuzulegen. Das Zeitfahren ließ ihm jedoch keinen Spielraum, diesen Plan auszuspielen.
„Ich dachte, dass ich bei dem Niveau hier vorne mitfahren kann“, sagte er und deutete an, dass Zuversicht vorhanden war, wenn auch gedämpft durch seinen jüngsten körperlichen Zustand.
Iván Romeo bei der Clásica Jaén Paraíso Interior 2026.
Iván Romeo hat 2026 beim Movistar Team bislang wenig Glück.

Resignation und der Blick nach vorn

Das Fazit des Fahrers war zurückhaltende Frustration. Mehr als Ärger über eine schwache Leistung vermittelte Romeo das Gefühl, dass äußere Faktoren zuletzt zu stark auf seine Form eingewirkt haben. „Zwischen einem nicht so guten Monat und allem, was schiefgeht, ist das schon ein Schlag“, resümierte er.
Ein weiterer Rückschlag in einer harten Lernphase für den jungen Fahrer, der in einem immer anspruchsvolleren Kalender weiter nach Konstanz und Durchgängigkeit sucht.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading