Ist der alleinige Tour-de-France-Kapitän von Picnic raus? Pavel Bittner in den Massensturz der Classique Dunkerque verwickelt

Radsport
Donnerstag, 21 Mai 2026 um 9:30
Pavel Bittner
Die Saison 2026 von Team Picnic PostNL Raisin ist bislang ein einziges Debakel. Der ohnehin verkleinerte Kader wird von Stürzen, Krankheiten und Verletzungen heimgesucht. Und keiner der Leader bleibt verschont: Beim Classique Dunkerque erwischte es nun auch den niederländischen Teamsprinter Pavel Bittner.

Picnic PostNL weiter vom Pech verfolgt: Bittner fällt nach Dunkerque-Sturz aus

Als wären Regen und starke Böen an der Nordwestküste Frankreichs nicht genug gewesen, entschied im finalen Sprint ein Würfelwurf darüber, wer 500 Meter vor dem Ziel noch stürzt. Für Bittner endete es unglücklich – er gehörte zu den Hauptleidtragenden.
„Beim Sturz beim Classique Dunkerque gestern erlitt Pavel Bittner einen tiefen Schnitt am Knöchel, der genäht werden musste, zudem eine Bänderverletzung“, teilte Picnic PostNL über die Teamkanäle mit.
Der Tscheche sollte auch beim anschließenden Etappenrennen, den 4 Jours de Dunkerque, das Team anführen, doch seine Blessuren machen einen Start unmöglich: „Folglich wird er nicht bei den 4 Jours de Dunkerque antreten, sondern nach Hause reisen, um sich zu erholen und die Verletzung ausheilen zu lassen.“

Gibt es Auswirkungen auf die Tour?

Als einziger verlässlicher Punktesammler des Teams in 2026 (wenn auch mit moderaten 485 UCI-Punkten) richtet Bittner seine Vorbereitung folgerichtig auf die Tour de France im Sommer aus, bei der er Picnics Hauptkapitän sein dürfte – auch weil Max Pooles möglicher Start weiter in der Schwebe ist.
Angesichts der Art der Verletzung dürfte die Vorbereitung grundsätzlich nicht entgleisen, dennoch könnte der Fahrplan angepasst werden. Die nächsten Einsätze – Brussels Cycling Classic (07.06.) und Copenhagen Sprint (14.06.) – kommen womöglich zu früh.
Bislang hat Picnic PostNL Raisin 2026 noch keinen Podestplatz bei einem WorldTour-Rennen erzielt, doch Bittner war mehrfach nah dran, unter anderem als Sechster beim Tour of Brugges. Weitere nennenswerte Resultate: Platz zwei bei der Scheldeprijs und Rang drei bei der Bredene Koksijde Classic (beide 1.Pro).
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