Das Gesamtklassement bei einer Grand Tour anzuführen, ist der Traum jedes Profis. Gelingt das schon am Eröffnungswochenende, ist es ein riesiger Bonus. Für Guillermo Thomas Silva vom
XDS Astana Team wurde dieser Traum in Bulgarien Wirklichkeit. Nach dem Coup auf der chaotischen 2. Etappe und dem Griff nach der Maglia Rosa erlebte der Uruguayer auf der 3. Etappe einen deutlich ruhigeren Tag. Er hielt sich aus allem Ärger heraus und sorgt dafür, dass er in Italien weiterhin die Maglia Rosa trägt.
Ein stressfreier Tag im Feld
Nach Stürzen und schlechtem Wetter am Vortag bot die dritte Etappe den Gesamtwertungsfahrern etwas Entspannung. Auf flachem Terrain übernahmen die Sprinterteams die Tempoarbeit und stellten die frühe Ausreißergruppe. So konnten sich Silva und seine Teamkollegen im Windschatten verstecken und Körner sparen.
Ohne Zwischenfälle überquerte er die Ziellinie und verteidigte seine Führung souverän. Man merkte ihm an, wie sehr er seinen ersten Tag als Grand-Tour-Leader genoss.
„Es war ein unglaublicher Tag, ich habe ihn genossen“, sagte Silva
im Ziel. „Das Ziel war, das Rosa zu behalten, und ich würde sagen, das ist uns gelungen. Ich fühlte mich gut, es war alles in allem eine ziemlich ruhige Etappe.“
Guillermo Thomas Silva auf Etappe 3 des Giro d'Italia 2026
Der Giro d’Italia legt nun am Montag einen Ruhetag ein, während Fahrer und Teams von Bulgarien nach Italien reisen. Danach warten einige hügelige, explosive Etappen, die Silvas Fahrertyp durchaus liegen. Entsprechend wird schon spekuliert, wie lange er die Führung verteidigen kann.
Vorerst schaut der junge Uruguayer jedoch nicht zu weit voraus. Er will den Moment auskosten und den Reisetag als Chef des Rennens genießen. „In Italien im Rosa anzukommen, ist etwas Unglaubliches“, sagte er mit breitem Lächeln.