"Im Finale habe ich dann schnell den Plan gefasst, eine späte Attacke zu setzen" - Ein Angriff zum perfekten Zeitpunkt beschert Kristen Faulkner den Sieg auf der 4. Etappe der La Vuelta Femenina 2024
Kristen Faulkner ist keine Unbekannte, wenn es um Siege im Jahr 2024 geht, aber ihr heutiger Triumph bei La Vuelta Femenina 2024 ist zweifellos der größte - und auch einer der wichtigsten ihrer Karriere. Der EF Education-Cannondale-Fahrerin gelang eine späte Attacke nach einem Tag, der von starken Winden geprägt war.
"An einem Punkt fuhren wir aus einem Dorf heraus, und dann begann das Rennen auf diesen Hauptstraßen. Unser Teamleiter (DS, Anm. d. Red.) hatte bereits gesagt, dass wir uns in diesem Dorf gut positionieren müssen. Es war SD Worx-Protime, die das Tempo erhöht haben", erklärte Faulkner in einem Interview nach dem Rennen. "Alison Jackson und ich waren gut in der Gruppe. Danach ging es nur noch darum, zu überleben und in der Gruppe zu bleiben. Der Vorsprung sank kurzzeitig auf 30 Sekunden, aber dann wuchs er wieder. Im Finale habe ich dann schnell den Plan gefasst, eine späte Attacke zu setzen."
In einem Sprint wäre es unwahrscheinlich gewesen, dass sie oder Jackson in einer Gruppe mit Marianne Vos und Georgia Baker gewonnen hätten, also war die gewählte Taktik der Angriff. Vielleicht mit Glück, vielleicht aber auch wissentlich wählte Faulkner den perfekten Zeitpunkt, um 5 Kilometer vor dem Ziel zu attackieren: "Ich habe wirklich den richtigen Moment gewählt. Ich hatte sofort einen Vorsprung. Die Tatsache, dass ich es zu Ende bringen kann, ist wirklich schön."
Faulkner fuhr auf der Ziellinie zu einem Solosieg und übernahm damit fast die Führung im Rennen. "Wir sind mit dem Team hierher gekommen, um einen Etappensieg zu holen, und nach vier Tagen haben wir bereits zwei. Darauf können wir sehr stolz sein", sagte sie abschließend.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.