"Ich könnte dieses Jahr auch die Weltmeisterschaft im Zeitfahren bestreiten" - Nimmt Tadej Pogacar in Ruanda das Double im Regenbogentrikot ins Visier?
Nach einem rekordverdächtigen und alles erobernden Jahr 2024 fehlt nicht mehr viel in der Vita von Tadej Pogacar. Im Jahr 2025 möchte der Slowene jedoch einige seiner noch ausstehenden Siege wie Mailand-Sanremo, die Vuelta a Espana und sogar das Weltmeisterschaftszeitfahren abhaken?
Letztes Jahr in Zürich stürmte Pogacar zu einem unglaublichen Sieg im Regenbogentrikot im Straßenrennen der Männer, als er 100 km vor dem Ziel zum Angriff überging. Da die Strecke in Ruanda in diesem Jahr eine der anspruchsvollsten der jüngeren Vergangenheit sein wird, könnte der Slowene nun einen doppelten Weltmeisterschaftserfolg im Jahr 2025 ins Auge fassen? "Die Strecke in Ruanda ist noch härter als die in Zürich. Man braucht wieder ein gutes Paar Kletterbeine. Und es herrschen schwierige Wetterbedingungen. Es wird heiß und schwül sein. Auch die Höhe wird eine Rolle spielen", sagt er im Gespräch mit WielerFlits.
Pogacar, der als haushoher Favorit in das Straßenrennen geht, liebäugelt damit, sich in Afrika im Kampf gegen die Uhr zu messen. "Man muss wirklich körperlich fit sein und vielleicht sogar früh an den Start gehen. Vielleicht nehme ich dieses Jahr auch an der Weltmeisterschaft im Zeitfahren teil", schätzt er ein. "Natürlich ist die Tour immer die größte Herausforderung, aber mein größter Wunsch ist es, meinen Weltmeistertitel zu verlängern. Einmal das Regenbogentrikot zu gewinnen, ist unglaublich. Jetzt, wo ich es tragen kann, bin ich sehr stolz darauf. Das ist wirklich großartig. Ich möchte es nicht mehr hergeben."
Wie bereits erwähnt, hat Pogacar, obwohl er amtierender Giro d'Italia- und Tour de France-Sieger ist, auch bei den Frühjahrsklassikern feste Ziele: "Ganz einfach: weil ich sie mag! Ich mag die Art des Rennens, den Rennstil und ich mag die belgischen Fans. Sie sorgen für eine Radsportatmosphäre, wie sie bei den Klassikern sein sollte. Deshalb freue ich mich sehr darauf", sagt er herzlich. "Und ja, Gent Wevelgem ist ein etwas seltsames Rennen für mich. Ich sehe es als eine Herausforderung, wir werden sehen, wie es läuft. Es könnte schrecklich schief gehen, aber auch darauf freue ich mich. Ich glaube, neue Rennen zu fahren, macht mich als Fahrer kompletter. Generell ist es gut für mein Gefühl auf dem Rad."
Franco Perez ist seit 2025 Redakteur bei Radsportaktuell.de und arbeitet von Deutschland aus. Er berichtet über den professionellen Radsport mit Schwerpunkt auf der WorldTour, den großen Klassikern und den Grand Tours – darunter die Tour de France, der Giro d’Italia und La Vuelta a España – sowie über den internationalen Cyclocross-Kalender. Seine Arbeit umfasst Vorberichte und Rennberichte, in denen er Renndynamik, Taktik und Entwicklungen im Peloton klar und nachvollziehbar einordnet.
Neben eigenen Beiträgen unterstützt Franco die Redaktion vor allem redaktionell: Er überarbeitet Texte, strukturiert Inhalte und achtet auf Konsistenz und Qualität, damit Berichte präzise, verständlich und sachlich belastbar bleiben. In seiner redaktionellen Arbeit legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.