„Ich halte ihn für den besten Fahrer auf dem Kopfsteinpflaster aller Zeiten“ – Bruyneel und Martin glauben, dass sich Tadej Pogačar bei Paris–Roubaix gegen Mathieu van der Poel schwertun könnte

Radsport
Samstag, 11 April 2026 um 17:02
Collage_MathieuVanDerPoelTadejPogacar
Es ist Paris-Roubaix-Wochenende und die Fans erwartet ein Duell der Titanen. Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel reisen in absoluter Topform an und nehmen die Hölle des Nordens in Angriff, wo vieles passieren kann. Johan Bruyneel und Spencer Martin haben diskutiert, was im Finale der Pflaster-Klassiker passieren könnte.

Paris-Roubaix-Vorschau mit Pogacar vs van der Poel und Seixas-Hype

Das Duo hat zudem über die Baskenland-Rundfahrt gesprochen, die bis zur 5. Etappe von Paul Seixas dominiert wurde. Zwar nur Nebenschauplatz in einer Woche, in der die Flandern-Rundfahrt und Roubaix im Rampenlicht standen, doch der Glanz des Franzosen strahlte über die Monumente hinaus und brachte die Tour de France und den Transfermarkt wieder ganz nach oben auf die Agenda – angeblich mischt Red Bull - BORA - hansgrohe im Werben um den Franzosen mit, gemeinsam mit UAE Team Emirates - XRG und INEOS Grenadiers.
„Er wird die Tour fahren. Es gibt aus meiner Sicht keinen anderen Weg, es sei denn, etwas Unerwartetes passiert. Ich sehe ihn dort oben bei Vingegaard. Das, das ist ein Vingegaard-Level, denke ich“, sagte Bruyneel im Podcast The Move. Das Niveau des 19-Jährigen ist für einen Fahrer seines Alters beispiellos, und es ist naheliegend, dass er in diesem Sommer die Tour de France bestreiten wird – wo sein aktuelles Level ihn bereits mit den Allerbesten konkurrieren sehen könnte, sofern er seine Konstanz hält.
Spencer Martin unterstrich, wie stark der Franzose fährt, und dass seine Form derzeit über dem ohnehin beeindruckenden Stand vom Februar liegt. „Aber das Verrückte ist: Ayuso hat Paul Seixas an der Algarve geschlagen. Und dann spulen wir ins Baskenland vor, und sie wirken, als gehörten sie nicht einmal mehr in dasselbe Gespräch. Seixas sieht deutlich besser aus als zu Beginn des Jahres – und das ist eine beängstigende Entwicklung.“

Pogacar gegen van der Poel bei Paris-Roubaix 

Unterdessen werden im Norden Frankreichs die Pavé-Sektoren mit Wucht einschlagen, wenn in der Königin aller Pflaster-Klassiker sämtliche Spezialisten am Start stehen. Das Feld ist erlesen und vereint mehrere der weltbesten Fahrer in Topform, doch das Niveau der „großen Zwei“ ist derart außergewöhnlich, dass ein anderes Ergebnis schwer vorstellbar ist.
Pogacar hat bislang jedes Rennen gewonnen, das er in diesem Frühjahr gestartet ist, und auch wenn das Profil physisch eher van der Poel liegt, wirkt der Schwung des Weltmeisters in diesem Frühjahr nahezu unaufhaltsam. „Aber ich denke anders – und ich blende Pech aus der Gleichung aus, denn das kann passieren und es wird passieren“, ergänzte Bruyneel.
„Wir wissen nicht, welchen der Favoriten das treffen wird. Denkt nur an letztes Jahr, als die entscheidende Gruppe mit Pogacar, van der Poel und Philipsen ging. Philipsen hatte einen Platten… Da ohnehin alle Pogacar sagen werden, sage ich Mathieu van der Poel.“
Denn bei diesem Klassiker sind Positionierung und Radbeherrschung wichtiger als vielleicht in jedem anderen Rennen im Kalender. Kombiniert mit van der Poels physischer Stärke ergibt das eine tödliche Mischung – weshalb er die vergangenen drei Ausgaben gewonnen hat.
„Er ist Mister Paris-Roubaix. Ich finde, er ist bei weitem der fahrtechnisch stärkste Fahrer auf dem Pflaster. Gerade Paris-Roubaix ist das eine Rennen, in dem es zwischen van der Poel und Pogacar mehr um absolute Leistung geht als um Watt pro Kilo. Deshalb denke ich, dass van der Poel den vierten Sieg in Serie holt.“
„Ich halte ihn für den besten Pflasterfahrer aller Zeiten“, geht Martin sogar so weit. „Vier, beziehungsweise drei Flandern-Siege in so kurzer Zeit – und sagen wir, er gewinnt am Sonntag und holt vier Roubaix-Siege in vier Jahren. Das ist absurd gegen eine derart starke Konkurrenz.“
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