„Ich habe mir fast sechs Sekunden geholt“: Juan Ayuso verschafft sich vor dem Mannschaftszeitfahren bei Paris–Nizza Vorsprung auf seine Gesamtwertungskonkurrenten

Radsport
Dienstag, 10 März 2026 um 8:00
Juan Ayuso
Nach zwei Etappen bei seinem Paris–Nizza-Debüt liegt Juan Ayusos Gesamtambition voll auf Kurs. Der Spanier entging einem der zahlreichen Stürze zum Auftakt und sammelte auf Etappe 2 zudem Bonifikationssekunden, was ihn im Gesamtklassement aussichtsreich positioniert.
Der Lidl–Trek-Kapitän erklärte anschließend vor Ort — unter anderem gegenüber dem dänischen TV2 —, dass er zur Vermeidung eines Massensturzes von der Straße ausweichen musste. Ayuso nahm es mit Humor und deutete an, dass es nie angenehm sei, in solches Chaos zu geraten, er aber rechtzeitig reagierte und Schlimmeres verhinderte.
Er schilderte, wie er mitten im Rennen improvisieren musste, um einer Massenkarambolage zu entgehen. „Heute musste ich den Bauern spielen, ich habe einen Sturz vermieden, indem ich über das Gras gefahren bin, so habe ich es gerettet“, witzelte er über seinen kurzen Abstecher neben den Asphalt im Norden Frankreichs.
Der Zwischenfall hatte keine sportlichen Folgen und Ayuso beendete die Etappe ohne Verluste — besonders wertvoll in einem nervösen Auftaktblock mit Windkanten und Splittern im Feld.

Bonifikationen halten ihn im Rennen

Neben dem Ausweichen vor dem Sturz holte Ayuso Zeit am Zwischensprint bei Kilometer 140 in Fromont. Er wurde Zweiter hinter Vito Braet und vor dem Gesamtführenden Luke Lamperti und nahm vier Bonifikationssekunden mit.
Er erläuterte, wie die Aktion entstand. „Ich dachte, die Ausreißer würden die Sekunden einsammeln, aber als wir sahen, dass sie zu holen waren, hat mich das Team perfekt abgeliefert und ich musste nur noch die letzten hundert Meter machen“, sagte er. Ayuso war sogar nahe an der Maximalprämie. „Ich war fast bei sechs Sekunden, es war also sehr knapp. Aber ich bin zufrieden“, ergänzte er.

Bessere Ausgangslage vor dem Mannschaftszeitfahren

Dank des Zwischensprints machte der Lidl–Trek-Profi im Gesamtklassement zwanzig Plätze gut und liegt nun auf Rang sechs — eine Position, die vor dem 23,3 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren, dem ersten großen Härtetest für die Gesamtwertung, wertvoll sein kann.
Vor mehreren Gesamtwertungskontrahenten, darunter Jonas Vingegaard, zu starten, könnte am Schlüsseltag einen kleinen Vorteil bieten. „Vorne ist es immer besser als hinten“, sagte Ayuso mit Blick auf die Gesamtwertung. „Morgen ist ein wichtiger Tag mit dem Team und wir werden sehen, wie wir abschließen. Vier Sekunden sind schon eine ganze Menge“, schloss er.
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