Victor Campenaerts ist nach der Sonntags-Etappe von Paris–Nizza auf UCI’s
naughty list gelandet. Der Auftakt der „Fahrt zur Sonne“ endete im Massensprint, in dem Visma | Lease a Bike sich weitgehend heraushielt, abgesehen von Axel Zingle, der als Neunter solo die Linie überquerte. Dennoch erhielt Campenaerts für das Sprintfinale eine Gelbe Karte samt kleiner Geldstrafe. Wie kam es dazu?
Der 34-Jährige erklärte anschließend gegenüber
Sporza sein Vergehen: „Ich habe meine Trinkflasche im Zielbereich weggeworfen, aber die Regel besagt, dass man sie auf flachem Terrain nicht entsorgen darf. Wobei ich denke, dass sich dort viele über eine Flasche gefreut haben. Die Regeln wurden angepasst. Jetzt darf man seine Flasche am Anstieg wegwerfen, wenn dort Publikum steht.“
Campenaerts akzeptiert die Entscheidung und weiß, dass er wachsamer sein muss. „Das war ein Versäumnis meinerseits, etwas, das ich berücksichtigen muss.“
Eine harte Strafe droht Campenaerts vorerst nicht, dennoch ist im weiteren Verlauf der Frankreich-Rundfahrt Vorsicht geboten: „Ich wurde mit einer Gelben Karte bestraft, und eine zweite Gelbe Karte in derselben Rundfahrt bedeutet Disqualifikation. Wir müssen die Regeln befolgen. Es ist meine Schuld, dass ich das nicht optimal gemacht habe.“
Wichtiger Test vor der Tour
Die Disqualifikationsgefahr dürfte für Campenaerts in dem morgigen Mannschaftszeitfahren jedoch kein akutes Problem darstellen – ein Schlüssellauf für das Gesamtklassement der Paris–Nizza 2026, in dem sein Mannschaftskollege Jonas Vingegaard auf den Gesamtsieg zielt. Außerdem ist das 23,5-Kilometer-Teamzeitfahren ein wichtiger Test mit Blick auf die diesjährige Tour de France, wo ein ähnliches Format ansteht.
„Das bedeutet, es liegt etwas mehr Fokus darauf. Wir haben hier einige Fahrer, die die Tour bestreiten, daher ist es ein sehr gutes Training. Morgen werden wir alles daransetzen, das Mannschaftszeitfahren zu gewinnen“, schließt der Visma-Kapitän.