Jordi Meeus setzte in Dour einen markanten Sprint und holte sich seinen ersten Sieg 2026 bei
Le Samyn, doch der Belgier stellte danach klar, dass dieser Erfolg eher erkämpft als komfortabel eingefahren war.
„Es ist wirklich großartig, hier zu gewinnen“, sagte Meeus, nachdem er
das Feld im Sprint einer verkleinerten Gruppe überpowert hatte. „Omloop, Kuurne–Brussel–Kuurne und Le Samyn waren große Ziele für mich. Letztes Wochenende wäre wohl noch etwas mehr drin gewesen, aber ich bin glücklich, eines dieser drei Rennen gewonnen zu haben.“
Das Rennen selbst war alles andere als geradlinig. Eine lange Solofahrt von Per Strand Hagenes zwang das Peloton auf der Schlussrunde zu einer Hochgeschwindigkeitsjagd, zog das Feld in die Länge und störte die Organisation.
Der Norweger wurde erst innerhalb der letzten 500 Meter gestellt, was auf der ansteigenden Zielgeraden kaum Spielraum für Fehler ließ.
Am Limit vor dem Sprint
Meeus blieb geduldig, als das Gummiband auf Zug war, versteckte sich in den Schlusskilometern hinter
Gianni Vermeersch und lancierte mit Autorität, sobald der Fang erfolgt war. Der Abschluss war klar, doch der Aufwand bis dorthin erheblich.
„Ich habe heute viel gelitten“, räumte er ein. „Es wurde extrem hart gefahren. Im Finale war ich praktisch am Limit, aber zum Glück hatte ich noch einen guten Sprint in den Beinen.“
Diese Fähigkeit, nach einem fordernden Rennen noch eine letzte Beschleunigung zu setzen, erwies sich als entscheidend. Mehrere Gegner waren durch wiederholte Attacken auf den Kopfsteinpflaster-Runden bereits distanziert, andere fielen durch späte Zwischenfälle und Risse im Peloton aus der Entscheidung. Meeus hingegen dosierte seine Kräfte so, dass er im entscheidenden Moment liefern konnte.
„Ohne sie hätte ich nicht gewinnen können“
Entscheidender noch: Er lenkte den Fokus umgehend weg von sich selbst.
„Das Team war sehr stark. Ohne sie hätte ich heute nicht gewinnen können. Deshalb möchte ich mich bei ihnen bedanken.“
Red Bull - BORA - hansgrohe zeigte sich in der Schlussphase konstant präsent, stabilisierte die Verfolgung auf Hagenes und positionierte Meeus perfekt für das Finale. Als sich die Chance bot, brauchte Meeus nur einen sauberen Sprint, um den Sieg klarzumachen.
Nach den knappen Verpassen am Eröffnungswochenende liefert Le Samyn Meeus nun eine frühe Belohnung der Saison und die Bestätigung, dass die Wintervorbereitung in Ergebnisse umgemünzt wurde.