Die Frühjahrsklassiker eröffnen an diesem Samstag mit dem
Omloop Het Nieuwsblad die europäische WorldTour-Saison. Das erste große Eintagesrennen auf dem Kontinent weckt hohe Erwartungen - nicht zuletzt wegen einer hochkarätigen Startliste mit Stars wie
Mathieu van der Poel und Wout van Aert.
Weil die Strecke in den vergangenen Jahren im Finale zu wenig Selektion brachte, reagierten die Organisatoren. Sie bauten zwei kurze Anstiege ein - direkt vor der Muur van Geraardsbergen -, um das Rennen taktisch zu verschärfen. Einer davon ist der Parkeberg, 800 Meter lang bei 5 %, 23 Kilometer vor dem Ziel.
Tom Boonen analysiert die Schlüsselstellen
„Das ist ein schwerer Abschnitt. Aber der wird nicht den Unterschied machen. Entscheidend sind vor allem der Wind und wie er genutzt wird“, sagte
Tom Boonen im Podcast Wielerclub Wattage.
Der frühere Profi zählt zu den besten Kennern der flämischen Straßen. Auch wenn er diesen Klassiker nie gewann, startete er dort mehrfach und weiß genau, welche Dynamik solche Passagen entwickeln können.
Mathieu van der Poel verändert das Rennen nicht
Aus seiner Sicht beeinflusst auch die Teilnahme von Mathieu van der Poel den Charakter des Rennens nicht grundlegend. „Natürlich ist Van der Poel der prägende Fahrer, und alle anderen werden auf ihn schauen. Aber ich glaube nicht, dass das Rennen dadurch anders wird.“
Startet am Wochenende in die europäische WorldTour-Saison: Mathieu van der Poel
Mit zahlreichen Kopfsteinpflaster-Spezialisten im Feld sowie endschnellen Fahrern wie Paul Magnier, Arnaud De Lie und Tobias Lund Andresen, die an kurzen Rampen kaum abzuschütteln sind, fehlt möglicherweise der entscheidende Ausdauerfaktor für eine frühe Vorentscheidung. Viele Teams könnten deshalb erneut auf einen Sprint in Ninove setzen. Im Vorjahr fiel dort die Entscheidung - und Boonen hält dieses Szenario weiterhin für realistisch.
„Ein Halbfeldsprint wie letztes Jahr ist auch am Samstag möglich. Das hat nichts damit zu tun, wer am Start steht, sondern mit dem Wetter“, betont er. „Alles wird von der Windrichtung abhängen. Wenn sie passt, kann das Rennen explodieren.“