„Ich gehe noch nicht wie zuvor“: Maxim Van Gils kehrt zum ersten Mal seit seinem Sturz bei der Clasica Jaen aufs Rad zurück

Radsport
Mittwoch, 25 März 2026 um 10:00
Maxim van Gils
Seit seinem Abschied von Lotto Ende 2024 scheint Maxim Van Gils vom Radsport-Schicksal verfolgt. Der junge belgische Puncheur kassierte in der vergangenen Saison mehrere Rückschläge, doch der schwerste folgte direkt zu Beginn dieses Jahres. In den letzten 200 Metern der Clásica Jaén lag Van Gils auf Podiumskurs, doch eine unerwartete Kollision mit Jan Christen katapultierte den Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe in die Absperrungen.

News-Update zu Van Gils’ Comeback nach Crash bei Clásica Jaén

Der 26-Jährige kämpfte sofort mit heftigsten Schmerzen, und schnell war klar, dass der Schaden beträchtlich ist. Neben mehreren Prellungen muss Van Gils nun Frakturen an Becken und Schulter auskurieren, bevor er ins Renngeschehen zurückkehren kann.
Aus dem Red Bull Athlete Performance Centre meldet Van Gils, dass die Reha planmäßig verläuft: „Ich habe noch Schmerzen im Handgelenk, aber ich glaube nicht, dass etwas gebrochen ist. Es waren also nur die Schulter und das Becken, aber ich denke, das ist genug“, sagt er in einem Beitrag auf der Team-Website.
„Eigentlich fühle ich mich ziemlich gut. Zumindest nicht zu schlecht. Die Zeit verging in den letzten vier Wochen recht schnell.“ Die ersten Tage waren allerdings besonders zäh. Anfangs war Maxim auf einen Rollstuhl angewiesen und musste anschließend lange Zeit Unterarmgehstützen nutzen. Vor wenigen Tagen konnte er sie ablegen. „Das war das erste Ziel, als ich hier ankam. Wenn du sie zu lange benutzt, ist das schlecht für den Rücken.“

Es ist nicht mehr wie zuvor

Unter Anleitung von Reha-Experten machte Van Gils im Monat nach seinem Sturz stetige Fortschritte, auch wenn er zugibt, noch weit von einem Gefühl bei 100 Prozent entfernt zu sein: „Es wurde jeden Tag ein wenig besser. Allerdings gehe ich morgens anders als nachmittags. Aber es wird täglich etwas besser. Ich gehe noch nicht wie früher. Aber ich bin auch kein Marathonläufer. Selbst wenn es nicht perfekt ist, kann ich aufs Rad steigen.“
Vier Wochen ohne Radfahren sind für Maxim dennoch eine lange Zeit. „Vielleicht sogar eine der längsten Phasen meines Lebens, in denen ich nicht treten konnte. Zumindest seit vielen Jahren. Ich habe mir mit 16 oder 17 einmal das Schlüsselbein gebrochen. Aber selbst danach saß ich nach einer Woche wieder auf dem Rad.“
Maxim Van Gils nach seinem Sturz bei der Clásica Jaén 2026
Maxim van Gils nach seinem Sturz bei der Clásica Jaén 2026
Seine Rückkehr, auch wenn zunächst nur auf der Rolle, markierte daher einen wichtigen Meilenstein in der Genesung, auch wenn der Youngster den Fahrtwind vermisst: „Auf der Rolle ist es langweilig.“
Doch das Timing macht den Unterschied. „Ich hatte ein bisschen Sorge um meine Hüfte. In den ersten Wochen tat sie wirklich weh. Besonders, wenn ich das Bein bewegte, nieste oder hustete. Aber es war in Ordnung, das rechte Bein fand wieder die Verbindung. Nach 30 Minuten war alles okay. Beim zweiten Mal konnte ich sogar kurz aus dem Sattel gehen.“
Der gewünschte Fortschritt ist da. Bis der nächste Termin im Rennkalender auftaucht, wird Maxim jedoch noch etwas Geduld brauchen. Der grobe Fahrplan für sein Comeback steht: „Ich denke, ich bin im Juni zurück.“
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