„Ich erinnere mich nicht, wie der Sturz passiert ist“ – Molenaar nach schwerem Sturz aus der Tour de France, Veranstalter verweisen auf Gehirnerschütterungsprotokoll

Radsport
Donnerstag, 09 Juli 2026 um 13:52
Alex Molenaar at the finish of stage 5
Alex Molenaars Tour de France ist vorbei, nachdem er am Mittwoch im Finale der 5. Etappe schwer stürzte. Der Fahrer von Caja Rural-Seguros RGA erlitt einen Bruch des Mittelhandknochens an der rechten Hand und wurde nach einem möglichen Schädel-Hirn-Trauma routinemäßig von den Rennärzten untersucht.
Das Team bestätigte später, dass er nicht zur 6. Etappe starten wird. Der besorgniserregende Sturz ließ ihn rund sieben Minuten nach dem Massensprint ins Ziel kommen, den Olav Kooij gewann, während mehrere Zwischenfälle das Finale in Pau überschatteten.
Das Finale der 5. Etappe war schnell und angespannt, die Sprinterzüge kämpften um jeden Meter. Der technische Abschnitt begann 5,8 Kilometer vor dem Ziel, dort kam es zu einem Massensturz mit mehreren Gestürzten, darunter auch Molenaar.
„Ich erinnere mich nicht, wie der Sturz passiert ist“, sagte er laut der spanischen Zeitung AS, nachdem er mit deutlichen Schürfwunden gezeichnet ins Ziel gekommen war.
Molenaar bestätigte seinen Mittelhandbruch später auf Instagram: „Leider ist meine Tour de France zu Ende. Nach einem schweren Sturz habe ich Kopf und Hand hart getroffen.“

Molenaar über „enorme Traurigkeit“, während auch Vingegaard vom Sturz aufgehalten wurde

Er ergänzte: „Ich empfinde enorme Traurigkeit, nicht in diesem wunderbaren Rennen weitermachen zu können und den Traum von der Ankunft in Paris zu erfüllen. Aber so ist dieser Sport: Manchmal ist er der schönste der Welt, und manchmal der härteste.“
Molenaars Sturz rückte erneut Kopfverletzungen im Radsport in den Fokus. Obwohl die Maßnahmen bei Gehirnerschütterungen zunehmen, sorgten sein Zieleinlauf und die anschließende Untersuchung für Diskussionen darüber, wie stark der Instinkt, nach einem Sturz weiterzufahren, ist und wie sich eine sichere Weiterfahrt gewährleisten lässt.
Gesamtklassement-Anwärter Jonas Vingegaard war im Anflug auf das Ziel ebenfalls in den Vorfall verwickelt. Es ließ sich in dem Moment nicht bestätigen, ob er gestürzt war, klar wurde jedoch kurz darauf im Visma-Bus, dass der Däne das Rad wechseln musste.
Das erklärte seine späte Zielankunft, rund 25 Sekunden hinter dem ersten Peloton, führte jedoch nicht zu einer Lücke gegenüber Fahrern wie Pogacar und Remco Evenepoel.
Sportdirektor Marc Reef bestätigte gegenüber Sporza das Ausbleiben von Zeitabständen: „Überall waren Fahrer dazwischen, also gab es keine Lücken von drei Sekunden. Zwischen Pogacar und Jonas lagen etwa zehn Sekunden, aber mit Fahrern dazwischen, wodurch allen dieselbe Zeit gutgeschrieben wurde.“
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