„Ich denke, wir können immer noch eine Etappe für Jonas gewinnen“ – Bruno Armirail bekräftigt, dass Visma in der dritten Woche zum Gegenschlag bereit ist

Radsport
Mittwoch, 22 Juli 2026 um 7:00
Bruno Armirail
Team Visma | Lease a Bike wurde auf der 15. Etappe vom Ausstieg Jonas Vingegaards hart getroffen. Die niederländische Formation verlor ihr zentrales und einziges Ziel bei der Tour de France 2026. Deshalb durften einige Helfer im heutigen Zeitfahren auf eigene Rechnung fahren. Darunter Bruno Armirail, der einen starken 8. Platz belegte.

Vingegaard besuchte sein Team vor der Etappe

„Es lief ziemlich gut, bergauf hatte ich wirklich ein sehr gutes Gefühl“, sagte Armirail im Ziel. Seine Zeit brachte ihn in den Hot Seat, vor den Zeitfahr-Größen Joshua Tarling und Filippo Ganna. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, aber es sind noch viele Fahrer unterwegs, daher ist es für mich schwer, den Wert meiner Zeit jetzt einzuordnen.“
Trotz der guten Zeit sieht Armirail Luft nach oben. „Auf der Abfahrt habe ich unterwegs Zeit verloren, wegen ein paar schwächer gefahrenen Kurven. Persönlich hoffe ich auf die Top 10, vielleicht sogar die Top 5. Allerdings kommen noch einige ausgewiesene Spezialisten.“
Armirails Führung endete erst knapp eine Stunde später, als Mattia Cattaneo mit 14 Sekunden Vorsprung ins Ziel kam. Am Ende absolvierten sechs weitere Fahrer den 26-Kilometer-Kurs schneller als der ehemalige französische Meister.
Natürlich kam das Thema Jonas Vingegaard zur Sprache. Der Däne lag komfortabel, mindestens um Platz zwei im Gesamtklassement zu kämpfen und womöglich sogar das Gelbe Trikot von Tadej Pogacar in den kommenden Etappen anzugreifen, doch seine Ambitionen wurden im Finale der 15. Etappe durch einen Sturz jäh gestoppt.
Armirail versichert, dass das Team motiviert bleibt, auch wenn die Optionen in den verbleibenden fünf Etappen deutlich begrenzt sind: „Wir sind nach Jonas’ Ausstieg weiterhin motiviert. Es ist natürlich sehr schade, dass wir jetzt ohne einen solchen Kapitän auskommen müssen.“
Der dänische Teamkapitän besuchte die Mannschaft trotz seiner Verletzung vor der heutigen Etappe, um die Moral hochzuhalten. „Jonas war heute Morgen bei uns. Ich habe großen Respekt vor ihm und ich denke, wir können immer noch eine Etappe für Jonas gewinnen. Wir gehen in der dritten Woche wirklich auf einen Etappensieg.“
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