"Ich bin viele Male gescheitert... Aber ich habe nie aufgehört zu glauben" - Die emotionale Katarzyna Niewiadoma holt sich endlich den verdienten Sieg bei La Fleche Wallone Feminine 2024

Radsport
durch Cycloon
Mittwoch, 17 April 2024 um 18:47
katarzynaniewiadoma
Katarzyna Niewiadoma, die in den letzten Jahren so oft 'die Brautjungfer' bei den großen Rennen war, konnte sich am Mittwoch bei La Fleche Wallone Feminine 2024 endlich ihren ersten Straßensieg seit 2019 sichern.
Hinterher war die 29jährige Polin vom deutschen Team CANYON//SRAM Racing verständlicherweise überwältigt von dem, was sie gerade erreicht hatte. "Das bedeutet mir sehr viel", sagte Niewiadoma nach dem Rennen. "Ich hoffe wirklich, dass ich mit diesem Sieg viele Menschen inspiriere, die ihre Träume verfolgen. Ich bin viele Male gescheitert, wurde oft Zweite oder Dritte, aber ich habe nie aufgehört, daran zu glauben, dass wir als Team wieder gewinnen können. Ich hoffe wirklich, dass dies andere Menschen dazu inspiriert, weiter zu glauben und ihre Träume weiter zu verfolgen. Die Belohnung wartet immer auf uns."
Ein Sieg, der vielen Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben wird. Niewiadomas letzter Anstieg zur Mur de Huy ließ alle Fahrerinnen hinter sich, auch Demi Vollering und Elisa Longo Borghini. "Nach dem Sonntag wollte ich keinen Zentimeter vor dem Ziel anfangen zu jubeln", sagt sie und verweist auf Lorena Wiebes kostspielige verfrühte Feier beim Amstel Gold Race. "Ich wollte auch keine Energie verschwenden, indem ich zurückblicke. Ich wollte einfach alles geben, denn ich wusste: Das ist alles, was ich will, um den Sieg zu sprinten."
"Dieses Rennen war wirklich brutal. Als wir starteten, begann es stark zu regnen und die Temperatur fiel dramatisch. Aber innerlich wusste ich, dass dies mein Tag war. Irgendwie habe ich das gespürt. Und um ehrlich zu sein, waren die Umstände auch zu meinen Gunsten. Ich profitiere immer von harten Rennen wie diesem", so Niewiadoma weiter. "Als Team sind wir positiv geblieben, auch wenn wir alle vor Kälte gezittert haben. Meine Teamkolleginnen waren großartig. Sie haben mir warme Kleidung gebracht, damit ich mich umziehen konnte. Wir haben uns auf das Finale konzentriert."
"Ehrlich gesagt, möchte ich den heutigen Tag einfach nur genießen. Vielleicht fange ich morgen oder Freitag an, über Sonntag (Lüttich-Bastogne-Lüttich, Anm. d. Autors) nachzudenken, aber nachdem ich seit über vier Jahren nicht mehr gewonnen habe, ist das im Moment das Wichtigste", sagt sie abschließend.