Die Itzulia Women 2026 endete am Sonntag mit einer weiteren packenden, aktionsreichen Ausgabe. Am Ende war es
Mischa Bredewold von SD Worx - Protime, die
den Gesamtsieg holte. In einem Sekundenkampf kostete die Titelverteidigung jedoch der ehemaligen Europameisterin jede letzte Kraftreserve.
„Was es für mich bedeutet, die ‚Chapella‘ [baskische Siegerkopfbedeckung, Red.] tragen zu dürfen? Das macht mich emotional. Die Unterstützung des Teams war unglaublich. Sie haben daran geglaubt, dass ich es schaffen kann, und deshalb habe auch ich daran geglaubt. Ich bin so glücklich über diesen Sieg“, sagte die Niederländerin anschließend über
die Kanäle ihres Teams.
Nach zwei zweiten Plätzen im Baskenland 2024 und 2025 musste Bredewold in diesem Jahr zulegen, um diesen Eintrag endlich in ihrer Palmares abzuhaken. Mit den Lehren aus vergangenen Niederlagen hat sie in der vergangenen Woche genau das umgesetzt.
„Ich habe aus meinen früheren Versuchen gelernt, hier die Gesamtwertung zu gewinnen. Letztes Jahr bin ich zu hart über meine Grenzen gegangen, gleich zu Beginn des Schlussanstiegs, und bin explodiert. Ich wusste, das ist meine größte Falle. Also ging es darum, den Anstieg klug anzugehen, mich gut zu positionieren und meinen eigenen Rhythmus zu finden“, erklärte sie.
Fahren aus purem Willen
Während es in den Etappen 1 und 2 so wirkte, als habe Bredewold das Rennen weitgehend im Griff, stellte der Schlusstag im Baskenland ihre mentale Stärke auf eine harte Probe. Als sich am letzten Anstieg, dem Mendizorrotz, eine kleine Gruppe von der Niederländerin absetzte, war sie ohne Teamkolleginnen auf sich allein gestellt.
„Ich wusste, die technische Abfahrt und das Flachstück mussten ‚mein‘ Teil werden. Ich sah die Spitze wegfahren und hatte dann nur noch ein Ziel: sie einholen. Ich bin so tief gegangen wie noch nie in meinem Leben. Nach dem Ziel bin ich fast ohnmächtig geworden. Aber wir haben es geschafft. Der Gesamtsieg ist eingetütet“, sagte Bredewold.
„Ich lerne meine Stärken immer besser kennen und kann sie dadurch effektiver einsetzen. Aus meinen Ergebnissen in den Auftaktetappen habe ich Selbstvertrauen gezogen. Ich musste einfach meinem Gefühl folgen. Wenn du dich sprengst, ist alles vorbei. Meine Teamkolleginnen haben mich bei dieser Itzulia auch perfekt unterstützt. Diese Unterstützung hat mir Flügel verliehen“, schloss die stolze Bredewold.