Der Massensturz der 2. Etappe beim Giro d’Italia zieht weiter Kreise durch das Peloton.
Team Visma | Lease a Bike hat den ersten Ausfall bei der Corsa Rosa bestätigt:
Wilco Kelderman leidet weiterhin unter den Folgen seines Sturzes und steigt aus.
In den Crash waren fünf Fahrer von UAE Team Emirates - XRG verwickelt, während Konkurrenten anderer Teams wie Santiago Buitrago und Aleksandr Wlasow sofort aufgaben. Adam Yates und Andrea Vendrame beendeten die Etappe noch, konnten tags darauf jedoch nicht mehr starten, beide mit erheblichen Verletzungen.
Die Folgen des Sturzes sind damit noch nicht ausgestanden. Neben weiteren angeschlagenen Fahrern gibt es einen weiteren Rückzug aus dem Rennen. Bei Visma gingen Tim Rex und Wilco Kelderman zu Boden, Letzterer reist nun nach Hause, da er für den Start der 4. Etappe keine Freigabe erhält.
„Leider wird Wilco Kelderman die 4. Etappe des Giro d’Italia nach seinem Sturz vor ein paar Tagen nicht in Angriff nehmen, da er weiterhin unter den Nachwirkungen leidet“, schrieb Visma in einem
Beitrag in den sozialen Medien. Nach dem Crash war Keldermans Material deutlich gezeichnet, unter anderem mit zerrissener Hose – ein Hinweis auf massiven Aufprall rundum.
Wie schwer wiegt Keldermans Ausfall für Visma?
Aus Erfahrungssicht ist das ein herber Schlag. Der 35-Jährige bestritt seine 20. Grand Tour und den siebten Giro d’Italia. Er stand bereits auf dem Podium einer großen Landesrundfahrt – ein Beleg für seine Routine bei der anspruchsvollen Corsa Rosa. Ein Profi wie er ist essenziell, um über drei Wochen gute Gewohnheiten bei Regeneration und Rennbalance zu sichern, was besonders den jüngeren Fahrern im Team hilft.
Kelderman ist Verletzungen nicht unbekannt: Bereits den Giro d’Italia 2017 gab er nach einer Kollision mit einem Motorrad am Blockhaus auf. Damals erlitt er Fingerbrüche.
Für die niederländische Mannschaft bedeutet das weniger Tiefe und Qualität im Aufgebot zur Unterstützung von Jonas Vingegaard beim laufenden Giro d’Italia. Etappen zu kontrollieren wird damit schwieriger – Ausreißer haben bessere Chancen, sollten Visma das Maglia Rosa erobern. Zugleich fehlt Rückhalt für offensive Optionen im Gebirge, wo der Däne eigentlich auftrumpfen soll.