„Gewinnen ist nicht einfach“: Jonas Abrahamsen räumt ein, dass es nur wenige Chancen geben wird, seinen Tour-de-France-Erfolg zu wiederholen

Radsport
Freitag, 26 Juni 2026 um 8:00
jonasabrahamsen
Die Karrieregeschichte von Jonas Abrahamsen ist außergewöhnlich. Einst als übersehener Puncheur/Kletterer unterwegs, hat sich der 30-jährige Norweger zu einem der besten Ausreißer der Welt entwickelt. In diesem Sommer bringt er seine Qualitäten erneut zur Tour de France.
Abrahamsen hat der Tour de France in den vergangenen Jahren bereits seinen Stempel aufgedrückt, am prägendsten mit seinem Etappensieg auf der 11. Etappe 2025. In Toulouse nutzte der Fahrer von Uno-X Mobility nach einem kompletten Tag in der Fluchtgruppe eine Pattsituation in einer Gruppe mit Mathieu van der Poel und Wout van Aert, setzte sich gemeinsam mit Mauro Schmid ab und setzte sich schließlich im Zweiersprint durch.
„Der Sieg war unglaublich, es ist nicht leicht zu gewinnen, vor allem bei den wenigen Gelegenheiten“, sagte Abrahamsen gegenüber Domestique über sein Ausreißerhandwerk bei der Tour.
Jonas Abrahamsen jubelt über seinen Etappensieg bei der Tour de France
Jonas Abrahamsen feiert seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France

Durch wiederholtes Scheitern zum Erfolg

Dieser Durchbruch kam nicht aus dem Nichts. Vorausgegangen waren mehrere knappe Entscheidungen, darunter ein zweiter Platz 2024 und ein dritter Platz 2023. In diesen beiden Auflagen ging Abrahamsen insgesamt zehnmal in die Flucht. Jede dieser Aktionen wurde zu einem wichtigen Baustein auf dem Weg zum Triumph 2025.
„In den letzten drei Jahren habe ich gelernt, die richtigen Momente für die Flucht zu erkennen, Energie richtig einzuteilen, und wenn du um Siege kämpfst, lernst du enorm viel.“
Diese Erfahrungen geben dem 30-Jährigen das Selbstvertrauen, 2026 erneut um einen Etappensieg zu kämpfen. Er bleibt jedoch realistisch, wie schwer das wird, und betont zugleich seine Aufgaben für Kapitän Tobias Johannessen.
„Ein Etappensieg ist extrem schwer. Ich bin nicht zu 100 % auf einen Etappensieg festgelegt, aber natürlich ist es das Ziel. Mein anderes Ziel ist es, Tobias [Johannessen] so viel wie möglich zu helfen.“
Uno-X Mobility wird im Juli auf mehreren Ebenen angreifen: vom Gesamtklassement mit Johannessen über Sprints mit Soren Waerenskjold bis hin zur Fluchtstrategie mit Abrahamsen oder Magnus Cort.
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