Während WorldTour-Rennen strikte Starterlimits mit meist sechs oder sieben Fahrern pro Team (und acht bei Grand Tours) vorgeben, sind
nationale Meisterschaften oft ein Tummelplatz für Mannschaften, die viele Fahrer einer Nation aufbieten können – wie Bardiani CSF 7 Saber mit 15 Nominierten für die italienischen Straßenmeisterschaften.
Die Organisatoren der Italienischen Meisterschaften 2026 haben einen besonderen Parcours gewählt. Eine 233-Kilometer-Etappe von Asti nach Cuneo bringt insgesamt rund 2.700 Höhenmeter, von denen der Großteil im ersten Renndrittel gesammelt wird.
Mit den letzten 90 Kilometern auf überwiegend flachem oder welligem Terrain sind mehrere Rennszenarien denkbar. Und Bardiani CSF 7 Saber will für jedes einzelne gewappnet sein – mit nicht weniger als 15 Fahrern auf der Startliste.
„Die Italienischen Meisterschaften sind für uns immer ein besonderes Ereignis“, sagte Teammanager Roberto Reverberi bei der Streckenpräsentation.
Masse soll Klasse schlagen
Als ProTeam ist die Formation gegenüber WorldTour-Mannschaften bei der individuellen Durchschlagskraft normalerweise im Nachteil, doch mit Überzahl wollen sie das Rennen auf den Kopf stellen. So wie es im Vorjahr dem Amateurteam Swatt Team gelang, das über Filippo Conca gewann.
Nominiert sind: Filippo Cettolin, Luca Colnaghi, Lorenzo Conforti, Santiago Ferraro, Filippo Magli, Marco Manenti, Martin Marcellusi, Alessio Martinelli, Andrea Montagner, Luca Paletti, Mattia Stenico, Manuele Tarozzi, Filippo Turconi, Matteo Turconi und Enrico Zanoncello.
Aus dieser Gruppe ragt Enrico Zanoncello als Sprintoption heraus, untermauert durch zwei Top-10-Ergebnisse beim diesjährigen Giro. Dagegen könnten Filippo Magli oder Martin Marcellusi mit einem frühen Angriff durchkommen.
„Wir starten mit einer großen, konkurrenzfähigen Gruppe, zusammengesetzt aus Fahrern mit unterschiedlichen Profilen, die das Rennen auf vielfältige Weise angehen können. Der Kurs begünstigt ein offenes Rennen: Unser Ziel ist es, eine prägende Rolle zu spielen, in den entscheidenden Momenten präsent zu sein und bis zum Ende um ein starkes Ergebnis zu kämpfen“, schloss der Taktiker.