Aktualisiert.
Fernando Gaviria erlebte ein weiteres Kapitel der Frustration bei der
Tour de France 2026. Er muss die
Tour de France 2026 vorzeitig beenden. Der kolumbianische Sprinter von Caja Rural-Seguros RGA war nach einem schweren Sturz im Sprint der zwölften Etappe mit Ziel in Chalon-sur-Saône zur Aufgabe gezwungen. Medizinische Untersuchungen nach der Zielankunft bestätigten einen Bruch des linken Schlüsselbeins und setzten seiner Teilnahme ein abruptes Ende.
Ursprünglicher Bericht:
Der kolumbianische Sprinter von Caja Rural-Seguros RGA war weniger als einen Kilometer vor dem Ziel der zwölften Etappe in einen Sturz verwickelt, just als er um eine gute Position für den Sprint kämpfte, den am Ende der Belgier Tim Merlier gewann.
Die 179 Kilometer zwischen
dem Circuit de Nevers Magny-Cours und Chalon-sur-Saône waren auf die schnellen Männer zugeschnitten. Die Tagesflucht bekam nie ausreichend Spielraum, die maximale Spitze lag bei rund anderthalb Minuten, und die Teams der Sprinter kontrollierten das Geschehen durchgehend.
Gaviria hatte das nervöse Finale überstanden und war dank der Vorarbeit eines Teamkollegen von Caja Rural gut positioniert. Der Kolumbianer schien bereit, eine seiner besten Chancen in dieser Tour auszuspielen, zumal nach mehreren unauffälligen Tagen und technischen Problemen in früheren Etappen.
Doch erneut schlug das Pech zu.
Rund 800 Meter vor dem Ziel kam Gaviria mitten im Kampf um die Position zu Fall. Er berührte das Hinterrad eines Fahrers vor ihm und stürzte bei enorm hoher Geschwindigkeit.
Dabei riss er mehrere Fahrer mit zu Boden, die ihm bei diesem Tempo nicht mehr ausweichen konnten. Eine regelrechte Lawine von Fahrern ging zu Boden.
Spätere Bilder zeigten den Fahrer aus La Ceja, wie er mit Unterstützung zweier Teamkollegen die Ziellinie überquerte – ein klarer Hinweis auf die körperlichen und mentalen Folgen des Sturzes.
Fernando Gaviria, gezeichnet nach dem Sturz auf der 12. Etappe der Tour de France 2026
Merlier gewinnt Etappe, die von schwerem Sturz in Chalon-sur-Saône überschattet wird
Vorne bestätigte Tim Merlier seine Favoritenrolle und setzte sich im Sprint in 3:38:53 durch, ein weiterer Erfolg für Soudal-Quick Step. In der Gesamtwertung änderte sich wenig: Tadej Pogacar verteidigte das Gelbe Trikot mit 3:36 Vorsprung auf Jonas Vingegaard. Bester Kolumbianer bleibt Egan Bernal, der Rang elf belegt, 12:15 hinter dem Führenden.
Für Gaviria bedeutet der Sturz einen weiteren Rückschlag in einer besonders schwierigen Tour. Der Kolumbianer sucht weiter nach einem Auftritt, der seine Frankreich-Rundfahrt wendet, doch Zeit und Chancen für die Sprinter werden knapp. Nächste Station ist die 13. Etappe, die längste dieser Ausgabe mit über 205 Kilometern und deutlich anspruchsvollerem Profil – die Optionen der schnellen Männer werden entsprechend geringer.