„Es wird noch eine Weile dauern, bis er wieder der Alte ist“ – Wout van Aert auf dem Weg der Besserung, Update zur Situation bei Visma | Lease a Bike

Radsport
Mittwoch, 24 Juni 2026 um 14:30
Wout van Aert
Wout van Aert durfte zwar bereits wieder locker aufs Rad steigen, während er sich von einer infizierten Ellbogenwunde erholt. Doch die Tour de France kommt definitiv zu früh, wie sein Team warnte: Es könne dauern, bis der Belgier wieder sein gewohntes Niveau erreicht.
Der Paris-Roubaix-Sieger stürzte Anfang Juni im Training, wenige Tage vor der Tour Auvergne-Rhône-Alpes, und verletzte sich am Ellbogen. Während des WorldTour-Rennens entzündete sich die Wunde jedoch, sodass er trotz eines Etappensiegs aufgeben musste.
Untersuchungen in Belgien bestätigten, dass sich die Wunde infiziert hatte und einen kleineren Eingriff samt Antibiotika erforderte. Zunächst vertagten Fahrer und Team die Tour-Entscheidung, doch vergangene Woche wurde bestätigt, dass er am 04.07. nicht starten wird. Sportdirektor Marc Reef betonte die Wucht des Ausfalls von van Aert.
„Natürlich ist es ein herber Schlag, dass Wout nicht dabei sein kann. Und einen Fahrer wie Wout zu ersetzen, ist extrem schwierig. In den vergangenen Jahren hat er in so vielen Grand Tours, die wir gewonnen haben, den Unterschied gemacht“, sagte Reef bei der Teampräsentation.

Reef unterstreicht van Aerts Einfluss im Team

Van Aert ist nicht nur sportlich stark, Reef hob auch seinen Beitrag zur Teamkultur und zum Zusammenhalt hervor. Er verkörpere die Werte der niederländischen Mannschaft wie kaum ein anderer.
„Er verkörpert die Kultur, die wir im Team haben. Zudem ist er ein Anführer in der Gruppe; er geht immer voran und unterstützt unsere Pläne kompromisslos. Das werden wir natürlich enorm vermissen.“
Reef betonte, dass die Gesundheit der ausschlaggebende Faktor für die Entscheidung war, van Aert im Juli zuhause zu lassen. Die Genesung macht Fortschritte, van Aert sitzt wieder im Sattel.

Van Aert zurück auf dem Rad

„Gleichzeitig müssen wir seine Gesundheit im Blick behalten. Angesichts seiner Situation – und der Tatsache, dass er das Dauphiné verlassen musste – mussten wir leider entscheiden, ihn nächsten Monat nicht starten zu lassen.“
Reef schloss: „Seine Genesung verläuft weiterhin gut. Er saß gestern wieder auf dem Rad, aber es wird noch etwas dauern, bis er wieder der Alte ist.“
Ersetzt wurde er von Davide Piganzoli, der im Aufgebot der Niederländer für die Tour steht. Der italienische Kletterer zeigte einen starken Giro d’Italia an der Seite von Jonas Vingegaard und wird erneut mit dem Dänen zusammenspannen, der den dritten Gesamtsieg bei der Grand Boucle anvisiert.
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