„Es war ein Stück weit meine Schuld“: Jonathan Milan entschuldigt sich bei seinen Lidl-Trek-Teamkollegen für den verpassten Etappensieg auf der 18. Etappe

Radsport
Freitag, 29 Mai 2026 um 6:00
Jonathan Milan
Die 18. Etappe des Giro d’Italia nahm einen unerwarteten Verlauf. Was nach einem Tag für Ausreißer aussah, wurde zur Bonuschance für die Sprinter – vorausgesetzt, sie überstanden die extrem steile Muro Ca’ del Poggio. Jonathan Milan schaffte das nicht mit der ersten Gruppe, kam aber auf der Abfahrt rechtzeitig zurück und lieferte sich mit seinem Rivalen Paul Magnier erneut ein Sprintduell. Doch wie schon während dieses gesamten Giros behielt der Franzose einmal mehr die Oberhand.
„Es war kein einfacher Tag“, sagte Milan bei Eurosport. Mit einem 8-Kilometer-Anstieg nach 20 Rennkilometern bestand gute Chance, dass eine größere Gruppe dem Peloton entwischt und eine gefährliche Flucht bildet. Zu Milans Glück setzten sich aber nur vier Fahrer ab. Auch dank der unerbittlichen Arbeit seiner Lidl-Trek-Teamkollegen.

Milan räumt Positionsfehler ein

„Es war möglich, dass eine große Gruppe geht, es war nicht zu 100 % ein Massensprint, wisst ihr, aber wir haben versucht, das Rennen von Beginn an zu kontrollieren. Die Jungs haben einen unglaublichen Job gemacht und ich muss mich bei ihnen entschuldigen, dass ich nach so einem großen Aufwand heute am Ende nicht das Ergebnis geholt habe, worauf wir aus waren.“
Milan machte seine eigene Positionierung in den entscheidenden Rennpassagen verantwortlich, die nach der Flamme rouge mehrere Kurven und enge Straßen boten. „Ich denke, wir haben unser Bestes gegeben und es war ein bisschen mein Fehler, die letzte Kurve als Vierter anzufahren“, sagte er.
„Mir hat die Etappe heute gefallen und das Team hat den ganzen Tag fantastisch gearbeitet“, sagte Milan im RAI-Fernsehen. „Es tut mir nur leid, dass ich am Ende nicht das Tüpfelchen auf das i setzen konnte. Bei der Positionierung in der letzten Kurve habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Ich hätte auf Magniers Hinterrad bleiben sollen, aber so ist es nun mal gelaufen.“

Letzte Chance in Rom

Mit Blick nach vorn wartet auf Milan jenseits der Dolomiten noch eine Gelegenheit. Während die Etappen 19 und 20 für die Schnellfahrer reine Überlebensarbeit bedeuten, bietet der Schlusstag in Rom die Chance, diesen Giro zumindest mit einem Etappensieg abzurunden. Milan hätte natürlich gerne noch einmal um die Maglia Ciclamino gekämpft, die er 2023 und 2024 gewonnen hat, doch sein Rückstand auf Magnier ist nicht mehr aufzuholen.
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