„Zu Magnier fehlte nur ein Hauch“: Edoardo Zambanini verpasst den Coup nur knapp

Radsport
Freitag, 29 Mai 2026 um 7:15
edoardozambanini
Team Bahrain - Victorious erlebt einen überraschend starken Giro d'Italia. Obwohl ihr Leitwolf Santiago Buitrago nach dem Sturz auf Etappe 2 aufgeben musste, liefern die übrigen Fahrer starke Auftritte ab, allen voran Afonso Eulálio. Der Portugiese stand auf der 18. Etappe erneut im Mittelpunkt: erst wegen eines Sturzes, später mit zwei Attacken.

Zambanini überrascht mit Platz 2

Am Ende zahlte sich die Arbeit für den schnellen Mann des Teams, Edoardo Zambanini, aus. Er schlug Jonathan Milan im technischen Finale nach Pieve di Soligo und holte einen unerwarteten zweiten Platz, nur drei­facher Etappensieger Paul Magnier war im Finale stärker.
„Bisher ist es ein großartiger Giro, meine Moral ist wirklich hoch“, sagte Zambanini im Ziel. „Ich muss dem ganzen Team danken, sie waren immer sehr stark, und ich bin wirklich glücklich.“
Ohne starke Fluchtgruppe am Donnerstag war klar, dass einige Teams auf einen Sprint aus dem Feld setzten. Vor allem Lidl-Trek und Soudal - Quick-Step übernahmen mit ihren vielseitigen Sprintern die Initiative. Zu ihrem Vorteil zeigte keiner der Klassementfahrer Bereitschaft, vor den zwei Schlüsseltagen in den Bergen zusätzliche Körner zu lassen.
„Abgesehen von Afonso Eulálios Attacke hat am Anstieg niemand wirklich etwas probiert. Es herrschte eher Abwarten, aber ich versuchte, meine Position so gut wie möglich zu halten. Im Finale blieb ich so weit wie möglich vorn, weil ich wusste, dass es sehr technisch ist, und am Ende hat es funktioniert.“
Zuerst überkletterte eine kleine Gruppe der Gesamtfavoriten den Gipfel. In einem Sprint wären dort entweder Thomas Silva oder Orluis Aular Favoriten gewesen. Doch eine größere Gruppe mit Magnier und Milan lag nicht weit zurück und schloss drei Kilometer vor dem Ziel auf – maßgeblich dank der Helfer von Magnier, die einen perfekten Sprint für ihren Kapitän vorbereiteten.

Positionierung war entscheidend

Zambanini an seinem Hinterrad konnte nur mitgehen und den anstürmenden Jonathan Milan abwehren, der wegen der technischen Anfahrt weiter hinten positioniert war.
„Natürlich war Paul Magnier der Favorit unter den Sprintern, aber es waren viele schnelle Leute vorn, und er war der Beste. Es fehlte nur ein Hauch. Ich wusste, dass es ein ziemlich technisches Finale war, also versuchte ich, immer gut positioniert zu bleiben, auch wenn ich dabei manchmal im Wind war. Aber ja, alles ist gut gelaufen“, schloss der Italiener.
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