„Es ist wirklich schade, dass Tadej aufgeben musste“ – Andreas Leknessund übernimmt die Führung in der Bergwertung

Radsport
Sonntag, 30 August 2026 um 7:00
Leknessund Vuelta 2026
Andreas Leknessund schwebte seit seinem Sieg auf Etappe 7 auf Wolke sieben. Dank dieses Erfolgs trug er heute auch das gepunktete Trikot, wenngleich nur als Stellvertreter des eigentlichen Inhabers Tadej Pogacar. Doch seit heute führt der Norweger die Wertung nun ohne Umweg an.
Leknessunds Triumph am Aramón Valdelinares war vollauf verdient. Uno-X Mobility kontrollierte gemeinsam mit Teamkollege Tobias Halland Johannessen und Wout Van Aert die Etappe von den ersten Kilometern an, um eine starke Fluchtgruppe zu formen, die am Schlussanstieg allen Verfolgern standhielt.
„Gestern Abend hatte ich einen tollen Abend, und heute Morgen habe ich mich auch sehr gut gefühlt. Viel geschlafen habe ich nicht, aber so ist es eben“, sagte Leknessund nach der achten Etappe.

Der wahre König der Berge

Leknessund sammelte auf Etappe 7 insgesamt 19 Bergpunkte – genug für Rang zwei hinter Pogacar. Normalerweise hätte er auf Etappe 9 weiterhin als Stellvertreter des Slowenen das Führungstrikot getragen. Doch durch Pogacars überraschenden Ausstieg rückt Leknessund nun an die Spitze der Bergwertung.
Andreas Leknessund in Aktion auf Etappe 7 der Vuelta a España 2026
Andreas Leknessund in action on Stage 7 of the 2026 Vuelta a Espana
Im Gegensatz zu großen Teilen des Pelotons hielt sich Leknessund aus allen Turbulenzen der heutigen Etappe heraus und kam im Sondertrikot sicher ins Ziel.
„Der Tag lief gut, trotz all der Stürze. Ich bin froh, angekommen zu sein. Ich hatte das Glück, heute statt Tadej [Pogacar] das gepunktete Trikot zu tragen. Das war ein großartiges Erlebnis. Ich hoffte, es morgen erneut zu tragen, und jetzt führe ich die Wertung an. Aber es ist wirklich schade, dass Tadej nach seinem Sturz aufgeben musste.“
Auf der bevorstehenden Etappe 9 wird es nicht leicht, die Bergwertung vollständig zu kontrollieren. Insgesamt 36 Punkte liegen für alle bereit, die sämtliche kategorisierten Anstiege abräumen. Und für Leknessund könnte die Etappe einen Tick zu schwer werden, falls starke Kletterer ebenfalls in die Gruppe springen.
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