"Es ist nicht so einfach, nach draußen zu gehen, ohne erkannt zu werden" - Lotte Kopecky über ihren Prominentenstatus und das Wachstum des Frauenradsports in Belgien
Mit ihrem Sieg bei Paris-Roubaix Femmes 2024 am Samstag im Regenbogentrikot der Weltmeisterin hat Lotte Kopecky nach einem enttäuschenden Rennen am Wochenende zuvor bei der Flandern Rundfahrt Frauen 2024 einmal mehr ihren Status als derzeit beste Fahrerin im Frauenradsport bestätigt.
Nachdem Lotte Kopecky in ihrer Karriere bereits zweimal die Flandern-Rundfahrt Frauen, zwei Ausgaben der Strade Bianche Donne, die Punktewertung der Tour de France Femmes und das Straßenrennen der Weltmeisterschaft in Glasgow gewonnen hat, ist es offensichtlich, dass ihr Status als Star des Sports dazu beigetragen hat, den Frauenradsport in Belgien zu fördern.
Doch die Berühmtheit fordert ihren Tribut, wie Kopecky kürzlich in einem Interview mit Cycling Weekly sagte: "Jetzt erkennt mich jeder. Es ist gar nicht so einfach, nach draußen zu gehen, ohne erkannt zu werden oder ohne dass man mich um ein Selfie bittet. Selbst wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, bitten mich die Leute anzuhalten, um ein Selfie zu machen.
Zu ihren Vorbildern in der Jugend sagt die SD Worx-Protime-Fahrerin: "Als ich jünger war, hatte ich keine weiblichen Vorbilder. Es war die Zeit von Tom Boonen und Fabian Cancellara, und wenn es eine Frau gab, die ich kannte, dann war es Marianne Vos. Sie war die Einzige, die ein bisschen Aufmerksamkeit bekam. Aber das war's eigentlich auch schon".
Kopecky ist jedoch froh, dass sie dazu beitragen kann, mehr Mädchen für das Fahrradfahren zu begeistern, denn sie sagte: "Es ist schön, ein Beispiel für diese jungen Mädchen zu sein. Wenn wir in Zukunft viele belgische Mädchen oder sogar Mädchen aus anderen Ländern haben, die wegen mir, wegen uns, mit dem Radfahren anfangen, finde ich das nur schön. Ich bin stolz darauf, dass sie mir zusehen und ich sie inspirieren kann".
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.