Ergebnisse Vuelta a Espana 2026 Etappe 6 – Tadej Pogacar übersteht einen Schreckmoment im Gelände sowie das erstaunliche Comeback von Enric Mas und gewinnt den Krimi am Schotteranstieg

Radsport
Donnerstag, 27 August 2026 um 17:32
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Tadej Pogacar holte seinen dritten Sieg in den ersten sechs Etappen der Vuelta a España 2026. In Castellón de la Plana schlug er Enric Mas nach einem bemerkenswerten Schotterduell und einem großen Schreck auf der Schlussabfahrt.
Pogacar schien die Etappe entschieden zu haben, als er am Puerto El Bartolo attackierte und alle Gesamtklassementsrivalen distanzierte. Doch Mas antwortete außergewöhnlich, stellte das Rote Trikot und führte über den Gipfel.
Das Duo stand kurz vor einem Tiefschlag, als Pogacar in der Abfahrt wegrutschte, ausklicken musste und am Grabenrand entlang balancierte, bevor er zu Mas zurückkehrte. Nach dem Zwischenfall gewann Pogacar den Zweiersprint souverän gegen den Spanier.
Primoz Roglic, Felix Gall, Richard Carapaz, Harold Tejada und Ramses Debruyne kamen 46 Sekunden später gemeinsam ins Ziel. So festigten Pogacar und Mas ihre Positionen gegenüber den restlichen Anwärtern.

UAE lässt starke Ausreißergruppe nicht ziehen

Die 177,4 Kilometer von Alcossebre nach Castellón de la Plana begannen mit über 80 Kilometern voller Attacken. Viele Fahrer suchten eine der ersten großen Fluchtchancen dieser Vuelta.
Schließlich setzte sich eine starke 16-Mann-Gruppe ab, darunter Wout van Aert, Pello Bilbao, Santiago Buitrago, George Bennett, Thomas Gloag, Andreas Kron und Debruyne. Letzterer war als Zwölfter der Gesamtwertung mit 4:44 Rückstand die größte GC-Gefahr.
Kräftiger Wind zerriss das Feld kurzzeitig während der Formierung der Gruppe. Pogacar, Roglic, Oscar Onley und Jay Vine erreichten eine vordere Gruppe, doch die zurückgefallenen Teams schlossen die Lücke, bevor nachhaltiger Schaden entstand.
Der Vorsprung der Ausreißer wuchs am Alto del Desierto de las Palmas auf knapp drei Minuten. Van Aert holte die Maximalpunkte im Zwischensprint, fiel danach aber dem Tempo von Bilbao zum Opfer und kehrte ins Feld zurück.
UAE Team Emirates – XRG ließ der Flucht nie genug Luft, um die Etappe Pogacar zu entziehen. Joao Almeida, Louis Vermaerke, Pavel Sivakov und Vine reduzierten den Rückstand stetig vor dem Schlussanstieg, an dessen Fuß nur noch acht Fahrer vorne verblieben.

Mas neutralisiert Pogacars Schotterattacke

Debruyne griff die Reste der Flucht auf Rampen bis 18% kurz vor dem Schotter an. Dahinter setzte Torres die letzte Führungsarbeit für UAE, bevor Pogacar vier Kilometer vor dem Gipfel beschleunigte.
Zunächst konnte nur Onley Pogacars Hinterrad halten, doch der Schotte musste bald abreißen, als der Slowene die verbliebenen Ausreißer einsammelte. Pogacar stellte Debruyne auf dem Schotter und eröffnete einen deutlichen Vorsprung auf Mas, Roglic, Gall, Carapaz und Onley.
Mas ließ das Rote Trikot nicht ziehen. Der Movistar-Kapitän distanzierte die übrigen Favoriten, passierte Debruyne und brachte Pogacar nach dem längsten Schottersektor wieder in Sichtweite.
Die Lücke schmolz auf den letzten Metern zum Gipfel. Mas stellte den Anschluss, zog am sichtbar überraschten Pogacar vorbei und holte die zehn Bergpunkte, während Roglic und Gall rund 30 Sekunden dahinter überquerten.

Pogacar übersteht Schreckmoment und gewinnt den Sprint

Pogacar versuchte, Mas auf der technischen Abfahrt unter Druck zu setzen, doch das hätte fast teuer geendet. Das Rote Trikot verlor vor einer Linkskurve die Kontrolle, kam von der Straße ab und fuhr ins Gras.
Er stürzte zwar nicht, musste aber ausklicken und am Rand eines Grabens manövrieren, bevor er wieder auf den Asphalt zurückkehrte. Mas wartete auf den Slowenen und mahnte nach dem Zusammenschluss zur Vorsicht.
Die Unterbrechung ließ Roglic, Gall und Debruyne bis auf 15 Sekunden herankommen. Carapaz und Tejada schlossen wenig später auf, womit sich eine Fünfer-Verfolgergruppe bildete, während Onley weiter Zeit verlor.
Auf den flacheren Straßen arbeiteten Pogacar und Mas effektiv zusammen und bauten den Vorsprung erneut aus. Sie gingen gemeinsam in den letzten Kilometer, der Etappensieg war sicher, während Mas den spurtstärkeren Pogacar an die Spitze drängte.
Mas eröffnete seinen Sprint bei etwa 100 Metern, doch Pogacar konterte sofort und überquerte als Erster die Linie. Mas kam zeitgleich an und wurde damit zum ersten Fahrer dieser Vuelta, der eine entschlossene Kletterattacke Pogacars neutralisierte. Die 46 Sekunden dahinter hoben ihn zudem im Kampf um Platz zwei über Roglic.
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