Ergebnisse Volta a Comunitat Valenciana Etappe 4 | Remco Evenepoel nimmt Joao Almeida Zeit ab und übernimmt mit Soloritt auf der Königsetappe die Gesamtführung

Radsport
Samstag, 07 Februar 2026 um 17:04
RemcoEvenepoel (2)
Die Gesamtwertung der Volta a Comunitat Valenciana wurde auf der 4. Etappe endlich aufgerissen, als Remco Evenepoel auf der Königsetappe einen souveränen Solosieg einfuhr und sich damit klar in Position für den Gesamtsieg brachte.

News-Update zu Remco Evenepoels Solosieg auf der Königsetappe

Nach drei Tagen mit dicht gedrängter Spitze und minimalen Abständen sorgten die unablässigen Anstiege und ein brutal selektives Finale rund um Calpe für die erste echte Trennung unter den Favoriten. Evenepoel wartete nicht bis zum Ziel, um sich zu behaupten. Er attackierte knapp 13 Kilometer vor Schluss an den Hängen der Cumbre del Sol und wurde nicht mehr gestellt.

Frühe Offensive und eine aussichtslose Flucht

Die Etappe begann in irrwitzigem Tempo, mit acht Fahrern, die sich auf den ersten Anstiegen rasch eine große Ausreißergruppe formten. Steff Cras und Julien Bernard waren die stärksten Kletterer in der Gruppe und erhöhten über den Coll de Rates und den Alto del Miserat wiederholt den Druck, doch das Peloton ließ die Lücke nie auf eine kritische Größe anwachsen.
Red Bull kontrollierte über weite Strecken gelassen, während UAE Team Emirates - XRG mehrere Fahrer in Erwartung der entscheidenden Anstiege vorne positionierte. Der anhaltende Druck dezimierte die Flucht sukzessive, und als das Rennen die letzten 40 Kilometer erreichte, blieben nur noch wenige Angreifer übrig, deren Vorsprung kontinuierlich schmolz.

Evenepoel zündet das Rennen an der Cumbre del Sol

Alles änderte sich an den steilen Auftaktrampen der Cumbre del Sol. Nach einem harten Antritt von Giulio Pellizzari beschleunigte Evenepoel geschmeidig, aber bestimmt und zog das Favoritenfeld sofort in die Länge. Antonio Tiberi war zunächst der Einzige, der folgen konnte, während João Almeida, Brandon McNulty und Aleksandr Vlasov dahinter in den Verfolgungsmodus wechseln mussten.
Evenepoel erhöhte weiter den Druck, fuhr noch vor der Kuppe von Tiberi weg und kassierte die vollen Bonusekunden. Von dort verpflichtete sich der Belgier ganz dem Solo, wuchtete über Passagen mit bis zu 20 Prozent und nahm den Schwung mit in die Abfahrt.
Dahinter fand die Verfolgung nie wirklich Stabilität. McNulty schloss zwar wiederholt zur Gruppe auf, um Almeida zu unterstützen, doch die Zusammenarbeit blieb unrund, und der Abstand pendelte um 20 Sekunden, ohne sich spürbar zu schließen.

Ein kontrollierter Lauf bis zur Ziellinie

Selbst als die Straße kurz abflachte und die letzten Kilometer sanft anstiegen, ließ Evenepoel nicht nach. Er zog bis durch den Schlusskilometer, sich der Bedeutung jeder Sekunde für die Gesamtwertung bewusst, und überquerte solo die Linie, um einen dominanten Etappensieg zu besiegeln.
Die Verfolgergruppe kam zerrissen und geschlagen an, verlor wertvolle Zeit und veränderte die Gesamtwertung mit einem einzigen, entschiedenen Schlag.

Die Gesamtwertung nimmt endlich Konturen an

Das Ergebnis markierte die erste große Zäsur des Rennens: Evenepoel drehte ein knappes Defizit in einen klaren Vorteil vor dem Schlusstag. Aus einer dicht gedrängten Spitze wurde schlagartig eine auseinandergezogene Rangliste, mit Zeitabständen, die nun die Hierarchie auf der Straße widerspiegeln.
Die 4. Etappe lieferte genau das, worauf die Volta a Comunitat Valenciana gewartet hatte. Ein echter Härtetest, ein entscheidender Vorstoß und eine Vorstellung, die Evenepoel fest die Kontrolle über das Rennen Richtung Finale gab.

Results powered by FirstCycling.com

Klatscht 1Besucher 1
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading