Alessandro Fancellu hat sich zum Auftakt des
Giro d'Abruzzo den ersten Etappensieg gesichert. Am steilen Schlussanstieg hinauf nach Casalincontrada bewies der Italiener im entscheidenden Moment die größte Explosivität und setzte sich durch, nachdem eine späte Attacke von Mathys Rondel auf dem letzten Kilometer noch neutralisiert worden war.
Fancellu erreichte das Ziel zwei Sekunden vor Rondel und
Diego Ulissi. Mit dem gleichen Rückstand wurden
Kevin Vauquelin, Nicolo Garibbo, Ludovico Crescioli und Nicola Conci gewertet. Dank seines Erfolgs übernahm Fancellu zugleich das erste Führungstrikot der viertägigen Rundfahrt.
Rondel wagt späte Attacke – Fancellu schlägt im Finale zu
Die frühe Ausreißergruppe behauptete sich bis weit in die entscheidende Phase der Etappe. Nachdem Marco Palomba und Kasper Andersen bereits zurückgefallen waren, hielten Filippo D'Aiuto und Emanuele Ansaloni als letzte verbliebene Fahrer an der Spitze dagegen.
In den Schlusskilometern versuchte Tommaso Bambagioni, die Lücke zu den Führenden zu schließen. Zehn Kilometer vor dem Ziel wurde jedoch auch er vom Peloton gestellt, in dem Netcompany INEOS weiterhin die Verantwortung für die Nachführarbeit übernahm. D'Aiuto und Ansaloni konnten sich noch etwas länger behaupten, doch 1,7 Kilometer vor dem Ziel war auch ihre Flucht beendet. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Rennen bereits im 2,3 Kilometer langen Schlussanstieg, der mit durchschnittlich 8,1 Prozent hinauf nach Casalincontrada führte.
1,3 Kilometer vor dem Ziel eröffnete Riccardo Lorello mit einer Attacke den Kampf der Favoriten. Kurz vor der Flamme Rouge setzte schließlich Rondel zu seinem Angriff an. Der Fahrer des Tudor Pro Cycling Team konnte sich zunächst einige Meter absetzen, doch rund 800 Meter vor dem Ziel schloß das Feld wieder zum Franzosen auf.
Damit fiel die Entscheidung im finalen Bergsprint – und dort erwies sich Fancellu als der stärkste Mann. Der Italiener setzte sich vor Rondel und Ulissi durch, feierte den Auftaktsieg beim Giro d'Abruzzo und verschaffte sich damit zugleich den ersten Vorteil im Kampf um den Gesamtsieg 2026.