Olav Kooij hat seinen Titel beim
GP d'Isbergues erfolgreich verteidigt. Der Niederländer setzte sich am Sonntag im Sprint gegen Matteo Moschetti und Arvid de Kleijn durch und feierte damit seinen zweiten Sieg in Folge bei dem französischen Eintagesrennen.
Kooij ist zugleich der erste Fahrer seit Arnaud Demare im Jahr 2014, dem es gelungen ist, den GP d'Isbergues zweimal hintereinander zu gewinnen. Der Sprinter des
Decathlon CMA CGM Team war als klarer Favorit in die Ausgabe 2026 gegangen – und wurde dieser Rolle gerecht, nachdem die hartnäckige Ausreißergruppe erst in den Schlusskilometern eingeholt worden war.
Ausreißer wehren sich lange gegen die Sprintteams
Tomas Kopecky, Baptiste Gillet, Tom Mainguenaud und Louka Lesueur hatten die entscheidende Fluchtgruppe des Tages gebildet und sich zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als drei Minuten erarbeitet. Im Peloton beteiligte sich unter anderem Cofidis an der Nachführarbeit, ehe Mainguenaud und Gillet schließlich den Kontakt zu ihren Fluchtgefährten verloren.
Kopecky und Lesueur nahmen zwölf Kilometer vor dem Ziel noch einen Vorsprung von 35 Sekunden mit auf die entscheidende Phase. Doch der Abstand schrumpfte kontinuierlich, als die Sprintteams im Hauptfeld das Tempo weiter erhöhten. 8,4 Kilometer vor dem Ziel attackierte Kopecky schließlich seinen letzten Begleiter Lesueur und setzte seine Flucht für kurze Zeit alleine fort. Rund zwei Kilometer später war jedoch auch sein Widerstand gebrochen und das Peloton stellte den letzten Ausreißer.
Das Decathlon CMA CGM Team übernahm auf den letzten fünf Kilometern die Kontrolle an der Spitze des Feldes. 4,3 Kilometer vor dem Ziel kam noch einmal Unruhe im Peloton auf, doch nachdem die Flucht endgültig neutralisiert worden war, lief alles auf die erwartete Entscheidung im Sprint hinaus.
Dort erwies sich Kooij als der schnellste Mann. Der Niederländer setzte sich gegen seine Konkurrenten durch und sicherte sich seinen zweiten Sieg beim GP d'Isbergues in Serie. Matteo Moschetti vom Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team belegte den zweiten Platz, während der Sieger von 2024, Arvid de Kleijn vom Tudor Pro Cycling Team, als Dritter das Podium komplettierte.