Mathieu van der Poel hat die
Tour de Luxembourg 2026 mit einem außergewöhnlichen Solosieg beendet. Der Niederländer attackierte auf der Schlussetappe praktisch unmittelbar nach dem Start und verbrachte fast den gesamten 177 Kilometer langen Renntag alleine an der Spitze, ehe er seinen beeindruckenden Ausreißversuch in Luxembourg-Limpertsberg mit dem Tagessieg krönte.
Der Kapitän von Alpecin-Premier Tech setzte sich rund 175 Kilometer vor dem Ziel ab und etablierte sich innerhalb kürzester Zeit als Solist an der Spitze des Rennens.
Van der Poel fährt Konkurrenz mit gewaltigem Solo davon
Van der Poel sammelte an der Cote de Nommern, der Montee de Gralingen und der Cote de Kautenbach jeweils die maximale Punktzahl. Damit baute er sein Konto weit genug aus, um sich neben dem Etappensieg auch die Bergwertung zu sichern.
Mathieu van der Poel krönte ein spektakuläres Solo über rund 170 Kilometer mit dem Sieg auf der Schlussetappe der Tour de Luxembourg 2026.
Sein Vorsprung auf das Peloton wuchs zwischenzeitlich auf mehr als sechs Minuten an. Erst in der zweiten Hälfte der Etappe gelang es den Verfolgern, den Rückstand allmählich zu reduzieren. Doch selbst als der Abstand kleiner wurde, schien Van der Poels Solofahrt zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet.
Zwischenzeitlich formierte sich eine sechsköpfige Verfolgergruppe zwischen Van der Poel und dem Hauptfeld. Doch auch dieser Vorstoß wurde schließlich neutralisiert, während sich Soudal Quick-Step, LIDL-Trek und EF Education-EasyPost an der Verfolgungsarbeit beteiligten. Van der Poel erreichte den abschließenden Rundkurs dennoch mit mehreren Minuten Vorsprung.
Später löste sich Mikkel Honore als erster Verfolger aus dem Rennen. Der Fahrer von EF Education-EasyPost lag allerdings weiterhin fast zwei Minuten hinter Van der Poel, als der Niederländer die entscheidenden letzten Kilometer in Angriff nahm.
Van der Poel brachte schließlich eines der längsten erfolgreichen Solos der gesamten Saison ins Ziel. Für den Niederländer war es bereits der zweite Etappensieg der Woche, nachdem er zuvor auch den Auftakt der Tour de Luxembourg gewonnen hatte. Die beeindruckende Vorstellung gelang ihm nur wenige Tage vor der
Radsport-WM in Montreal, für die Van der Poel die Rundfahrt in Luxemburg als letzten intensiven Rennblock seiner Vorbereitung nutzte.
Hinter dem überragenden Tagessieger brachte Davide Piganzoli die Schlussetappe sicher zu Ende und machte damit den Gesamtsieg für Visma - Lease a Bike perfekt. Der Italiener hatte auf der 3. Etappe die Kontrolle über die Rundfahrt übernommen und seine Position anschließend mit dem Sieg im Einzelzeitfahren der 4. Etappe weiter gefestigt.
Piganzoli war mit einem Vorsprung von 47 Sekunden auf Matteo Vercher in den letzten Renntag gegangen. Thomas Gachignard folgte mit 49 Sekunden Rückstand auf Rang drei, während Aurelien Paret-Peintre als Vierter 54 Sekunden hinter dem Italiener lag.
Visma - Lease a Bike kontrollierte den Kampf um die Gesamtwertung auf dem abschließenden Rundkurs und ließ für Piganzoli nichts mehr anbrennen. Während der Italiener souverän den Gesamtsieg unter Dach und Fach brachte, sorgte Van der Poel mit seinem spektakulären Solo für den eindrucksvollen Schlusspunkt der Tour de Luxembourg 2026.