Ergebnisse Giro d’Italia 2026, Etappe 6: Davide Ballerini gewinnt wilden und chaotischen Neapel-Sprint nach spätem Groenewegen-Sturz

Radsport
Donnerstag, 14 Mai 2026 um 17:46
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Davide Ballerini hat die 6. Etappe des Giro d’Italia 2026 nach einem chaotischen, vom Regen bedrohten Sprint in Neapel gewonnen, bei dem Dylan Groenewegen auf den letzten Metern stürzte und das erwartete Duell der Top-Sprinter komplett zerfiel.
Die Etappe deutete lange auf ein Hochgeschwindigkeitsfinale zwischen Paul Magnier, Jonathan Milan, Groenewegen und den übrigen schnellen Männern hin. Doch auf den letzten Kilometern stieg die Nervosität, als das Feld auf den technischen, kopfsteingepflasterten Zielabschnitt zuraste und am Ziel erste Tropfen fielen. Ballerini setzte seinen Sprint im Durcheinander am besten und verwies Jasper Stuyven auf Rang zwei, nachdem das Finale schon lange vor dem Sturz unter Strom gestanden hatte.

Ausreißer an kurzer Leine

Nach der turbulenten 5. Etappe bot der 141 km lange Abschnitt von Paestum nach Neapel den Sprintern eine weitere Chance, auch wenn das ansteigende Kopfsteinpflasterfinale das Ergebnis stets zu verkomplizieren drohte. Die Anfangsphase war kontrolliert, das Interesse an einer großen Ausreißergruppe gering. Alpecin-Premier Tech versuchte über Edward Planckaert und Luca Vergallito Schwung in das Rennen zu bringen, bevor Mattia Bais von Polti VisitMalta sowie das Bardiani-CSF-Duo Martin Marcellusi und Manuele Tarozzi die Gruppe komplettierten.
Planckaert fiel später am einzigen kategorisierten Anstieg des Tages zurück, sodass vorn ein rein italienisches Quartett verblieb. Bais holte die Punkte auf der Kategorie-4-Steigung, um die Führung seines Teamkollegen Diego Sevilla in der Bergwertung zu schützen, doch das Peloton ließ der Flucht nie großen Raum.
Lidl-Trek, Soudal - Quick-Step, Unibet Rose Rockets und Decathlon CMA CGM führten die Verfolgung an, und rund 37 km vor dem Ziel war die Gruppe gestellt.

Stürze und Regengefahr schrauben die Spannung hoch

Ganz ohne Zwischenfälle blieb es vor dem Sprint nicht. Nahe der Kuppe des Anstiegs kam es zu einem Sturz, der Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe und Movistar zu Boden brachte. Nico Denz wirkte nach dem Fall angeschlagen, konnte aber weiterfahren.
Auch der drohende Regen wurde zum großen Thema. Schauer streiften die Strecke, und obwohl das Schlimmste vor dem Feld vorbeizog, sorgten dunkle Wolken über Neapel für ein nervöses Finale.
Nach der Neutralisierung holte sich Filippo Magli die Maximalsekunden am Red Bull-Kilometer, während Lennert Van Eetvelt ebenfalls mitmischte und geringe Zeit bonifizierte. Alec Segaert attackierte im Anschluss an den Sprint, wurde jedoch rasch eingefangen. Danach formierten sich die Sprintzüge für den technischen Anlauf nach Neapel.

Ballerini nutzt das Auseinanderfallen des Sprints

Auf den letzten 10 km zog das Tempo spürbar an, als das Feld dem einsetzenden Regen entgegenfuhr. Unibet Rose Rockets positionierten sich für Groenewegen, während Soudal - Quick-Step, Lidl-Trek, Groupama-FDJ United und Decathlon CMA CGM durch Engstellen und Kurven ebenfalls nach vorn drängten.
Die ersten Tropfen wurden etwa 4 km vor dem Ziel gemeldet und erhöhten vor dem gepflasterten Schlussabschnitt das Risiko zusätzlich. Unter der Flamme Rouge sah Unibet für Groenewegen noch gut aus, mit Milan und Magnier dicht dahinter, doch ein sauberer Sprint kam nicht zustande.
Groenewegen stürzte im Finale und riss den Sprint in dem Moment auseinander, als die schnellen Männer ansetzten. Ballerini kam am besten durch das Chaos und hielt Stuyven in Schach, um den Etappensieg in Neapel zu sichern. Das Ergebnis ließ die favorisierten Sprinter leer ausgehen und bescherte eine weitere unberechenbare Ankunft in einer Giro-Eröffnungswoche, die schon von Stürzen geprägt war.
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