Mathieu van der Poel wird auch bei der anstehenden
Tour de France 2026 wieder einer der großen Publikumsmagneten sein. Dass der niederländische Superstar am Start steht, ist für den Veranstalter aus gutem Grund eine hervorragende Nachricht, denn der 31-Jährige liefert stets Spektakel ab, auch wenn er in seiner Karriere bislang “nur” zwei Tour-Etappen gewonnen hat.
Diese Faszination hat
Christian Prudhomme, Direktor einer Tour de France, die sich in diesem Jahr als äußerst umkämpft ankündigt, wohl am treffendsten zusammengefasst. In einem Interview mit Wielerflits fand er besondere Worte für den Alpecin-Premier Tech-Profi und Enkel von Raymond Poulidor.
„Mathieu ist der Champion, der er ist, dank seines Großvaters, seines Vaters, seiner Mutter … aber vor allem dank sich selbst“, erklärte Prudhomme.
Der Franzose erinnerte sich an einen Moment während einer Ausgabe von Paris–Nizza, als beim Start in Yvelines ein Wandbild zu Ehren seines Großvaters enthüllt wurde. „Als Mathieu zu Paris–Nizza kam, wurde beim Start in Yvelines ein Mural seines Großvaters enthüllt. Eine ganze Wohnungswand mit Raymonds Gesicht. Mathieu blieb davor stehen und machte ein Selfie“, erzählte er.
Diese Szene prägte sich Prudhomme ein, auch wenn er betont, dass er in diesem Moment mehr sah als nur das Familienband zu einer Legende des französischen Radsports. „In diesem Moment sehe ich nicht zuerst seinen Großvater, sondern den Champion Mathieu van der Poel“, sagte er.
Jahrelang kreuzte Prudhomme bei der Tour de France die Wege mit Poulidor, der als Botschafter von Crédit Lyonnais eng mit der Rundfahrt verbunden blieb und traditionell mit dem Gelben Trikot assoziiert war.
Mit der Zeit verfolgte der Tour-Direktor auch Van der Poels Werdegang aus nächster Nähe – als Protagonist einiger der spektakulärsten Momente des modernen Radsports.
Eine einzigartige Präsenz auf dem Rad
Die Siege des Niederländers bei Rennen wie Paris–Roubaix und seine Auftritte bei der Tour haben die Wertschätzung innerhalb der Szene weiter vertieft. Prudhomme hob die Ausgabe 2024 des französischen Klassikers als einen der eindrücklichsten Momente hervor, die er aus dem Wagen der Rennleitung erlebt habe.
„Mathieu allein vorn im Regenbogentrikot, und wir direkt dahinter im Auto“, erinnerte er sich. Der Tour-Direktor räumte ein, dass dieses Bild im Fahrzeug eine besondere Stimmung auslöste: „Es war ein Moment unglaublicher Genugtuung, weil jedem im Auto bewusst war, dass wir einem Super-Champion folgen“, sagte er.
Mathieu van der Poel, Star von Alpecin-Premier Tech
Prudhomme betonte zudem, wie Van der Poel das Rad beherrscht – etwas, das aus nächster Nähe noch beeindruckender wirke. „Mathieu hat eine imposante Präsenz auf dem Rad. Er ist so agil, er dirigiert das Rad mit solcher Meisterschaft … er vermittelt ein unglaubliches Gefühl von Power“, bemerkte er.
Der Moment, der Prudhomme am meisten beeindruckte
Unter all den Champions, die er während seiner Amtszeit begleitet hat, reiht Prudhomme Van der Poels Meisterstück bei Paris–Roubaix in die erlesensten Erinnerungen ein.
„Es war ein Moment absoluten Privilegs. Für mich war das ohne Zweifel der Augenblick größter Bewunderung für einen Champion aus dem Auto heraus“, schloss der Direktor der Tour de France.