Wout Van Aert erlitt vor gut einem Monat einen Knöchelbruch bei seinem letzten Cross-Einsatz des Winters beim Exact Cross Mol. An seiner Straßenplanung ändert das jedoch kaum etwas. Der Belgier reiste zuletzt gemeinsam mit mehreren Teamkollegen von Team
Visma - Lease a Bike ins Höhentrainingslager, und aus dem Team heißt es, seine Genesung verlaufe positiv.
„Die ersten Tage stehen definitiv im Zeichen der Anpassung. Die Jungs sitzen jetzt auf der Rolle und müssen noch keine langen Einheiten absolvieren“, erklärte
Grischa Niermann gegenüber
Wielerflits aus der Sierra Nevada, wo die Fahrer zwar kalte Temperaturen vorfinden, zugleich aber die Grundlage für die kommenden Ziele legen.
Zeitplan bleibt trotz Verletzung unverändert
„Wir hatten dieses Höhentrainingslager immer eingeplant, und es zeichnete sich schon eine Weile ab, dass Wout würde mitfahren können. Aber natürlich ist es sehr wichtig, dass es auch wirklich klappt. Er ist noch in der Reha, kann aber trotz allem gut trainieren. Rennen könnte er aus meiner Sicht noch nicht, doch Training ist kein Problem.“
Van Aerts größte Einschränkung betrifft aktuell noch das Gehen – das zeigte sich auch beim Medientag von Visma vor drei Wochen in La Nucia. Während Trainingsfahrten bereits möglich waren, ging Gehen ohne Schiene noch nicht. Mit fortschreitender Zeit nähert sich die Verletzung nun jedoch der vollständigen Genesung.
Das bedeutet: Der Belgier will seine Saison wie geplant beim
Omloop Het Nieuwsblad eröffnen, auch wenn die Form dort noch nicht optimal sein dürfte. Während die Pflaster-Monumente weiterhin das große Ziel bleiben, nimmt Van Aert diesmal zusätzlich Strade Bianche und Milano-Sanremo als Hauptziele ins Visier.
„Er kann fahren, er kann trainieren. Vielleicht kann er den Knöchel noch nicht voll belasten, aber es läuft, wie erhofft“, versichert Niermann. „Es läuft nach Plan. Aktuell lässt der Zeitplan einen Start am Opening Weekend zu.“
Wie sich das weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. „Wir hoffen, dass er später in Topform ist, aber wir erwarten nicht, dass er für Omloop schon in Topform ist. Über die Schritte, die er im Trainingslager macht, können wir im Moment wenig sagen. Aber er kann derzeit normal trainieren – und das ist das Wichtigste“, schloss Niermann.